Episode 100

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Published on:

17th Feb 2025

Jubiläumsfolge 100 unverzichtbare Einblicke bei Trauer am Arbeitsplatz

Jubiläum 100 des Trauermanager-Podcasts

Heinke Wedler und Stefan Hund im Gespräch

Wir feiern mit der 100. Folge von "Das Schwere leicht gesagt", dem Podcast des Trauermanagers.

Ein bedeutendes Jubiläum! 🎉 Zusammen mit seiner Chefin Heinke Wedler werfen wir einen Blick zurück auf bewegende Momente und spannende Gespräche rund um das Thema Trauer am Arbeitsplatz.

Hier sind drei wichtige Erkenntnisse aus unserer Jubiläumsfolge:

  • Trauer als Prozess und Transformation: Trauer entsteht nicht nur bei persönlichen Verlusten, sondern auch durch Veränderungen, die auf den ersten Blick unsichtbar erscheinen, wie gesundheitlich bedingte Einschränkungen im Berufsleben. Anerkennung und Begleitung in diesen Prozessen sind essenziell.
  • Vorbereitung ist der Schlüssel: Erfolgreiches Trauermanagement erfordert eine bewusst geplante Vorbereitung. Führungskräfte sollten für den Ernstfall routinierte Handlungsmöglichkeiten haben, um ihre Mitarbeiter besser unterstützen zu können.
  • Würdiges Abschiednehmen im Beruf: Ein achtsames Offboarding ist genauso wichtig wie das Onboarding. Rituale und klare Abläufe helfen, den Umgang mit Verlustsituationen im Unternehmen menschlich und professionell zu gestalten.

Hört rein und teilt gerne eure Gedanken!

Schreibt uns gerne unter podcast@trauer-manager.de

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Wir sprechen über Themen rund um Trauer. Für Unternehmer, Führungskräfte und Betriebsräte.

  • Hast Du eine Frage, die wir thematisieren sollen? Schreib uns: podcast@trauer-manager.de
  • Möchtest Du, dass Dein Unternehmen mit wenig Aufwand umfassend vorbereitet ist, dann informiere Dich hier über unseren einzigartigen Trauermanager.
  • Möchtest Du regelmäßig zum Thema Trauer im Unternehmen lesen, bestelle Dir hier unseren Know-How-Transfer.

Impressum

Transcript
Speaker:

Jubiläumsfolge 100 des Power

Speaker:

Manager Podcasts Das Schwere leicht gesagt.

Speaker:

Mein Name ist Stefan Hund und heute für das Jubiläum

Speaker:

ist meine Chefin Heinke Wädler mit dabei.

Speaker:

Ich wünsche, wir wünschen, viel Spaß beim Zuhören.

Speaker:

Herzlichen Glückwunsch Stefan. 100 Folgen von

Speaker:

deinem Podcast. Ganz, ganz

Speaker:

herzlichen Dank, Heike.

Speaker:

Das ist ein Grund zu feiern für uns. 100

Speaker:

Folgen, das schwere leicht gesagt, Trauer im

Speaker:

Unternehmen, kein sexy Thema,

Speaker:

was die Leute vom Hocker reißt, was

Speaker:

in großen Scharen Klickzahlen generiert,

Speaker:

ist ja eigentlich ein Thema, mit dem man am liebsten

Speaker:

gar nichts zu tun hätte. Umso toller,

Speaker:

dass so viele Leute deinen Podcast

Speaker:

hören, dass du es schaffst, jedes Mal wieder neue spannende

Speaker:

Themen in dem Bereich, ja,

Speaker:

dir heranzuziehen, Leute begeisterst, mit

Speaker:

dir zu sprechen, Experten. Also ich

Speaker:

bin absolut begeistert. Ich habe bisher keine Folge

Speaker:

verpasst und freue mich auf die nächsten 100.

Speaker:

Oh, die nächsten 100, das ist natürlich ein Anspruch. Aber okay,

Speaker:

also wenn ich einfach überlege, im März

Speaker:

2023 haben wir angefangen und jetzt sind wir bei der

Speaker:

Folge 100. Und ja, 100

Speaker:

spannende Folgen, Davon sind 80

Speaker:

Folgen mit

Speaker:

wirklich tollen Gästen, die etwas zum

Speaker:

Thema Trauer am Arbeitsplatz beitragen können.

Speaker:

Und da sind auch Sachen dran, die hab ich vorher selbst nicht im Blick

Speaker:

gehabt. Aber

Speaker:

100, das ist eine Hausnummer. Und genau

Speaker:

deshalb habe ich einfach auch vorher mal

Speaker:

auf LinkedIn gebracht. Heute,

Speaker:

wenn ihr unseren Podcast hört,

Speaker:

gibt es da vielleicht auch Fragen, die ihr

Speaker:

bisher von uns noch nicht beantwortet bekommen habt.

Speaker:

Und da haben wir einige Fragen bekommen und wir

Speaker:

haben gesagt, in der Folge 100 werden wir es euch beantworten.

Speaker:

Ja, ich habe mir die Fragen gerade schon mal so ein bisschen angeguckt.

Speaker:

Spannende Fragen dabei. Ich freue mich,

Speaker:

dass wir mal da zusammen drauf gucken und jetzt beantworten können.

Speaker:

Genau. Die erste Frage ist schon,

Speaker:

ist es nicht auch Trauer, wenn man von außen gar

Speaker:

nicht sieht, wenn beispielsweise Mitarbeiter etwas aus

Speaker:

gesundheitlichen Gründen nicht mehr können?

Speaker:

Die Krit hat die Frage gestellt. Die Krit ist Ärztin

Speaker:

und die begegnet natürlich Menschen, die

Speaker:

auf einmal zum Beispiel aufgrund einer Krebserkrankung etwas nicht mehr

Speaker:

können. Oder wie gesagt, in einem

Speaker:

Krankenhaus, ich war ja nun selbst Klinikfahrer,

Speaker:

und wenn auf einmal das Bein ab ist,

Speaker:

dann muss ich mich umstellen. Und ganz klar, das

Speaker:

ist Trauer. Auch wenn man

Speaker:

sich das vielleicht erst mal nicht zugestehen will.

Speaker:

Aber ich muss mich im Endeffekt

Speaker:

neu definieren. Ja, das ist

Speaker:

ein Prozess. Absolut,

Speaker:

trauer kann man es nennen. Man muss sich von etwas altem

Speaker:

verabschieden, aufbrechen in neue

Speaker:

Bereiche.

Speaker:

Ja, aber ich habe auch einige in diesen

Speaker:

Zeiten gesehen, die eben halt,

Speaker:

ja, sich die ganze Zeit, ich will nicht

Speaker:

gerade sagen, beweint haben,

Speaker:

aber die im Endeffekt in ihrer Trauer stehen geblieben

Speaker:

sind. Und das ist natürlich in dem

Speaker:

Moment richtig, richtig schwierig, die in dem Moment einfach

Speaker:

auch wirklich rauszuholen.

Speaker:

Ja, wenn sie es überhaupt wollen. Ja, natürlich.

Speaker:

Der Punkt ist ja der, manchmal hat ja auch

Speaker:

die, manchmal gibt es ja auch, das klingt so eigenartig,

Speaker:

aber einen Trauergewinn. Ja. Und

Speaker:

dann nimmt man mir auf einmal, oder ich muss den Trauergewinn abgeben.

Speaker:

Ja, auf der anderen Seite, wenn ich einfach

Speaker:

jetzt an mich selbst denke, ja, ich

Speaker:

könnte darüber sicherlich mehr als

Speaker:

eine Träne vergießen. Und da habe ich auch schon das

Speaker:

eine oder andere... Ich wäre gerne

Speaker:

auch, aber ich habe 70 Prozent Schwerbehinderung

Speaker:

und das beim ersten Mal durch meinen

Speaker:

Rücken. Ich könnte mich trauern, klar,

Speaker:

aber was bringt mich das weiter? Und so

Speaker:

kann ich wirklich einen Mehrwert liefern.

Speaker:

Und das Interessante, die Frage, die Krit gestellt

Speaker:

hat, das kam kurz nachdem ich bei Anja Kaiser

Speaker:

in den BEM Nuggets war. Und

Speaker:

wir hatten letztes Jahr bereits eine Podcast-Folge

Speaker:

und dann einen großen

Speaker:

Bericht in einer Fachzeitung, nämlich dem Sicherheitsingenieur,

Speaker:

Und da ist uns aufgefallen, dass bei den

Speaker:

BEM-Gesprächen fast

Speaker:

20 Prozent der Personaler, die uns geantwortet

Speaker:

haben, gesagt haben, ja, wir haben

Speaker:

Trauer als Auslöser für BEM. Wo auf einmal

Speaker:

Menschen irgendwas nicht mehr konnten oder sich nicht

Speaker:

mehr konzentrieren konnten oder einfach, es

Speaker:

klappte so nicht mehr. Und dann kamen die Fehltage hoch.

Speaker:

Ja, ganz klar. Nee, das sehe ich

Speaker:

genauso. Also auch in meiner Tätigkeit als

Speaker:

Sicherheitsingenieur ganz klar, ja.

Speaker:

Trauer. Ja, Gerade

Speaker:

ganz aktuell letzte Woche ist eine

Speaker:

Gesetzesänderung durchgekommen, dass

Speaker:

man bei Fehlgeburten, grünen

Speaker:

Fehlgeburten inzwischen auch einen Anspruch gestaffelt

Speaker:

nach Woche zwar, aber auch Mutterschütz hat.

Speaker:

Also da hat man auch gesehen, dass ja auch da Trauer

Speaker:

von sich geht und dass auch in diesem Rahmen bisher

Speaker:

krank geschrieben worden ist von vernünftigen Ärzten, wenn die

Speaker:

Mütter das brauchten, das

Speaker:

erlebte Zeitnach verarbeiten zu können. Ja, aber

Speaker:

du hast ja eben schon direkt auch gesagt, wenn vernünftige

Speaker:

Ärzte krankgeschrieben haben. Aber das haben ja nicht alle krank

Speaker:

geschrieben. Das stimmt. Ja. Das stimmt.

Speaker:

Also dementsprechend wurden auch manche Arbeitgeber jetzt

Speaker:

da zu ihrem Glück gezwungen.

Speaker:

Eine pauschale Regelung finde ich da nicht ganz so geschickt.

Speaker:

Also wenn es nach mir ginge, könnte die Mutter, wenn sie

Speaker:

das möchte, auch zeitnah wieder arbeiten gehen. Für manche ist es

Speaker:

einfach eine bessere Lösung als zu Hause zu sitzen und zu grübeln.

Speaker:

Aber ja, auf die Frage zurückzukommen von der

Speaker:

Grid, Trauer,

Speaker:

wenn man bei Kollegen sieht, es geht nicht mehr,

Speaker:

wenn es bei einem selber nicht mehr so geht, ja, auf jeden

Speaker:

Fall, das ist Trauer. Und es braucht auch im Prinzip

Speaker:

ähnliche Rituale, wenigstens im Inneren,

Speaker:

sich da von dem Alten, was gewesen ist,

Speaker:

würdevoll verabschieden zu können, offen zu sein

Speaker:

für die neue Situation.

Speaker:

Ich denke, du hattest auch da interessante Gespräche. Ich erinnere mich noch

Speaker:

an einen Stuntman, der dir aus solchen Situationen

Speaker:

was erzählt hatte. Ja, Ja,

Speaker:

das war der Holger Schumacher. Der Holger

Speaker:

Schumacher war der Chef-Stuntman zu

Speaker:

Alarm für Krupa 11. Und

Speaker:

wer solche Filme kennt, der

Speaker:

weiß, da geht es Feuer

Speaker:

und ja, er war derjenige, der den

Speaker:

Bösewicht verfolgen sollte, verfolgen musste.

Speaker:

Aber diese Szene war für den Anfang des Films

Speaker:

und dementsprechend war ganz klar, der andere

Speaker:

musste entkommen. Ja, und er hat

Speaker:

sich ein Hundertstel für den

Speaker:

Stunt verrechnet. Und ja,

Speaker:

er hatte einen schweren Unfall. Er hatte gedacht, ich

Speaker:

hoffe, ich sehe nachher nicht aus wie Niki Lauda.

Speaker:

Und ja, heute lebt er ein ganz anderes Leben,

Speaker:

auch wenn er immer noch Stuntman ist. Und

Speaker:

jetzt hilft er wirklich auch Unfälle vermeiden. Und

Speaker:

ja, Trauer, ja, ihn hat sie in die Transformation

Speaker:

gebracht. Ja, und das ist das Optimale.

Speaker:

Aber Bevor du in die Transformation gehst, musst du abschließen

Speaker:

mit dem Alten. Vorher klappt das nicht.

Speaker:

Und dementsprechend, ja, Krit,

Speaker:

das ist auch Trauer und es braucht dieselben

Speaker:

Prozesse, vielleicht in abgeschwächter Form,

Speaker:

aber ja, du bist da komplett richtig, auf dem richtigen Weg.

Speaker:

Genau. Ja,

Speaker:

als nächste Frage haben wir bekommen, wenn ich

Speaker:

als Geschäftsführer mit dem Thema Tod nicht umgehen

Speaker:

kann oder will? Wen kann ich damit

Speaker:

beauftragen? Eine Führungskraft oder

Speaker:

vielleicht HR?

Speaker:

Zunächst ist für mich ja auch erstmal die Frage, was bedeutet an dieser

Speaker:

Stelle nicht damit umgehen können.

Speaker:

Zunächst einmal, mir steht mein Mitarbeiter

Speaker:

gegenüber. Mein Mitarbeiter

Speaker:

zeigt ganz klar Trauer. Er sagt mir vielleicht sogar, was es

Speaker:

geht. Und selbst wenn

Speaker:

ich sage, ich bin...

Speaker:

Oder es reicht im Endeffekt auch erstmal vollkommen zu sagen, ja, ich

Speaker:

bin auch betroffen. Und

Speaker:

vielleicht auch, ich fühle mit dir. Mehr

Speaker:

geht vielleicht nicht, aber ich glaube, In diesem

Speaker:

Moment geht es wirklich darum, als Führungskraft

Speaker:

Wege zu eröffnen, dass mein Gegenüber mit

Speaker:

seiner Trauer wirklich auch bei mir im Unternehmen bleiben kann.

Speaker:

Und ich glaube, Das ist ein Punkt.

Speaker:

Ja, diese Definition nicht mit Trauer umgehen können, aber

Speaker:

das habe ich natürlich in der täglichen

Speaker:

Praxis in den Unternehmen auch schon

Speaker:

erlebt, dass da Ängste

Speaker:

da standen, so frei nach dem Motto, boah, wenn ich mich jetzt mit dem Thema

Speaker:

beschäftige, bin ich jetzt der Nächste.

Speaker:

Bloß weit weg, nachher springt das Böse auf

Speaker:

mich über, ich weiß es nicht. Da waren ganz

Speaker:

interessante Ansätze dabei.

Speaker:

Ja, aber letztendlich,

Speaker:

aus meiner Sicht, kommt man nicht drum rum, sich

Speaker:

damit zu beschäftigen und wenigstens zu sagen,

Speaker:

jawohl, ich habe das gehört und verstanden.

Speaker:

Ich sehe dich in deiner Trauer.

Speaker:

Ich fühle mit dir. Ich verstehe

Speaker:

dich. Ja, und

Speaker:

dann kann es natürlich sein, dass man sagt,

Speaker:

boah, näher kann ich es nicht an mich ranlassen, wenn es zum

Speaker:

Beispiel die Mitarbeiterin mit der Fehlgeburt ist, weil das

Speaker:

genau das ist, was ich auch schon viermal erlebt habe.

Speaker:

Dass man da dann einfach sagen muss, okay,

Speaker:

das geht mir selber zu sehr an die Substanz, aus welchen Gründen

Speaker:

auch immer. Und das dann zum

Speaker:

Beispiel eine Führungsebene runterdelegiert.

Speaker:

Man könnte es auch ans HA delegieren.

Speaker:

Aber ich würde auf jeden Fall gucken, dass ich da jemanden sitzen habe,

Speaker:

ja, A, der nicht selber diesen Trigger hat

Speaker:

und B, der vielleicht auch noch geschult worden

Speaker:

ist. Auf jeden Fall. Auf jeden Fall.

Speaker:

Also Für mich ist an der Stelle wirklich auch wichtig, erst mal zu sagen,

Speaker:

ich sehe dich in deiner Trauer, ich kann dich aber im

Speaker:

Augenblick aus den und den Gründen selbst nicht begleiten.

Speaker:

Möglicherweise, weil ich selbst schon eine Fehlgeburt gehabt habe oder

Speaker:

möglicherweise, weil mein Vater auch vor einem

Speaker:

Vierteljahr gestorben ist und ich im Augenblick einfach gucken muss, wie

Speaker:

kriege ich es selbst geregelt. Aber ich glaube,

Speaker:

reden hilft. Ja,

Speaker:

Gut, das ist die eine Möglichkeit, dass ich aus

Speaker:

persönlichen Gründen da nicht näher dran kann.

Speaker:

Jetzt sag ich mal so, ich als Ingenieur,

Speaker:

eigentlich so, ich sag mal quadratisch praktisch gut,

Speaker:

alles wunderbar, immer auf SOPs runtergebrochen

Speaker:

und so weiter. Gefühle, ja, wir haben ja

Speaker:

andere, ne? Oh, yeah, yeah, yeah.

Speaker:

Wenn dann jetzt jemand von mir Gefühle will, kann ich

Speaker:

das? Kommt das gut? Wie kommt

Speaker:

das, auch dieser Zweifel jetzt, wie komme

Speaker:

ich in meiner Person als

Speaker:

Unternehmer, als Sebek-Boss, als großer

Speaker:

Chef an, wenn ich da ja im

Speaker:

Prinzip mich selber verwundbar zeige. Oder

Speaker:

als so großer Rumpel,

Speaker:

Das haben wir auch schon so oft erlebt.

Speaker:

Da ist es wirklich besser, jemanden zu fragen, der da oder

Speaker:

weiterzureichen.

Speaker:

Ich denke, weiterreichen ist gut. Auf

Speaker:

der anderen Seite vom Pferd gefallen ist ja auch nicht gerettet, besamtlicherweise.

Speaker:

Und natürlich, ich kann auch als Geschäftsführer jetzt nicht anfangen

Speaker:

und mitheulen. Auf gar keinen Fall. Denn da ist ja der

Speaker:

berühmte Satz, wenn ich aus der Rolle falle, rolle

Speaker:

ich direkt in die Falle rein. Dann bin ich ja nicht mehr

Speaker:

Führungskraft, oder dann bin ich nicht mehr der Chef, wenn ich da

Speaker:

jetzt nebendran mitheule wie ein Schlosshund.

Speaker:

Ja, aber was ist die Lösung? Wirklich zu sagen oder zu

Speaker:

zeigen, Mensch, ich höre dir zu. Ja. Ich

Speaker:

habe verstanden, was du mir sagst. Ich

Speaker:

fühle mit dir. Mhm. Es tut mir

Speaker:

sehr, sehr leid. Gibt es eine Möglichkeit,

Speaker:

wie ich dich jetzt unterstützen kann?

Speaker:

Ansonsten würde ich gerne

Speaker:

abgeben. An wen auch immer.

Speaker:

Wie gesagt, jemanden der empathisch ist,

Speaker:

der geschult ist, der weiß wie er mit dem Thema

Speaker:

umgehen kann. Das wäre meine Lösung dafür.

Speaker:

Ja, ich denke, wichtig ist an dieser Stelle oder

Speaker:

gut wäre es an dieser Stelle, wenn einfach auch die eigenen Führungskräfte

Speaker:

auf so eine Situation auch schon mal vorbereitet sind. Wenn

Speaker:

sie da einfach auch selbst

Speaker:

Handlungsmöglichkeiten haben und sehen können. Handlungsmöglichkeiten haben und sehen können.

Speaker:

Das ist eine ganz wichtige Sache. Ich sage mal,

Speaker:

ich habe bisher auch selten erlebt, dass es gleich nach ganz

Speaker:

oben eskaliert wird, so etwas. Ich denke, dass die

Speaker:

nähere Führungskraft, also der nächste

Speaker:

Ansprechpartner normalerweise ist. Ganz klar. Also in

Speaker:

letzter Konsequenz, in der ersten Begegnung

Speaker:

mit der direkten Führungskraft, In den ersten Minuten

Speaker:

entscheidet sich, wie geht es für mich

Speaker:

als Trauernder in diesem Unternehmen weiter. Wenn die Führungskraft

Speaker:

mich sieht, auch signalisiert, sie unterstützt

Speaker:

mich und zumindest die wichtigsten Sachen richtig

Speaker:

macht, dann habe ich eine gute Chance,

Speaker:

dass ich wirklich auch an

Speaker:

meinem Arbeitsplatz einen Punkt habe, wo ich

Speaker:

vielleicht auch mal im Moment frei von Trauer sein kann, auf der einen Seite,

Speaker:

und zum anderen aber auch, wo ich meine Trauer leben

Speaker:

kann. Klingt erstmal wie ein Widerspruch,

Speaker:

aber Zu Hause fällt mir vielleicht die Decke auf den Kopf, dann ist es

Speaker:

gut, wenn ich hier bin. Aber ich kann in dem Moment so

Speaker:

sein, wie ich bin. Ich habe die

Speaker:

psychologische Sicherheit vom Unternehmen aus,

Speaker:

werde gestützt und gehalten. Und

Speaker:

das ist eine Episode. Das ist eine

Speaker:

Situation, die in ihrer schärfsten Variante

Speaker:

eine gewisse Zeit dauert. Aber je mehr

Speaker:

ich, je schneller ich da im Endeffekt auch

Speaker:

in meine eigene Trauer, in meine eigene Transformation hineinkomme,

Speaker:

desto schneller kann ich auch sagen, wer bin ich

Speaker:

ohne dich und dementsprechend die

Speaker:

Trauer in ihrer einschränkenden

Speaker:

Variante hinter mir lassen kann.

Speaker:

Ja, deshalb also nochmal aufs Thema zurück, wenn

Speaker:

ich als Geschäftsführung oder als Führungskraft mit

Speaker:

dem Thema nicht umgehen kann.

Speaker:

Das ereilt mich umso schneller, als ich auch nicht

Speaker:

vorbereitet bin. Deshalb würde ich noch mal einen ganz

Speaker:

großen Punkt jetzt darauf legen wollen, Stefan,

Speaker:

dass man sich vorbereitet. Ja. Als

Speaker:

Führungskraft und als Geschäftsführung, dass ich mir

Speaker:

im Vorfeld Gedanken mache, Was kann ich denn

Speaker:

einer schwangeren Mitarbeiterin sagen, die

Speaker:

gerade Tränen überströmt vor mir steht und sagt,

Speaker:

ja, ich hatte am Wochenende eine

Speaker:

Fehlgeburt. Da fallen einem ja

Speaker:

mitunter mal ganz verkehrte Sachen ein. Ja, und dann gleich sind da

Speaker:

die Gesichtszüge. Ja, ja, ich weiß. Wo man

Speaker:

einfach nur noch sagen kann, boah, hättest du mal vorher drüber

Speaker:

nachgedacht, was du da sagst. Oder auch,

Speaker:

was kann ich dann machen? Was kann ich anbieten? Ich meine,

Speaker:

jetzt haben wir nach Fehlgeburten, aber erst nach, ich

Speaker:

glaube, der 13. Woche ist es jetzt, was ist,

Speaker:

wenn es in der 12. Passiert? Kann ich ihr dann einfach

Speaker:

anbieten, Mensch, auch

Speaker:

ohne gelben Schein, bleib ein paar Tage zu Hause, wenn es dir gut

Speaker:

tut. Das muss aber vorher mal überdacht worden sein,

Speaker:

besprochen worden sein mit der Geschäftsführung, mit der

Speaker:

obersten Heeresleitung, wie auch immer.

Speaker:

Was darf ich anbieten? Was kann ich machen?

Speaker:

Kann ich anbieten? Pass auf, wenn du kommen möchtest, ist

Speaker:

das prima. Aber in der Zeit, wo du dich

Speaker:

organisatorisch Beerdigung etc. Kümmern musst,

Speaker:

das ist okay, wenn du das tagsüber machst, weil abends haben die Behörden

Speaker:

oder was auch immer Versicherungen zu. Also

Speaker:

einfach Verständnis entgegenbringen, aber das sollte man vorher besprochen

Speaker:

haben. Und da empfehle ich nochmal ganz, ganz, ganz

Speaker:

ausdrücklich den Trauermanager zu bearbeiten.

Speaker:

Ganz klar. Wie heißt dieser

Speaker:

schöne Satz? Wer es nicht schafft, sich vorzubereiten,

Speaker:

muss vorbereitet sein, es nicht zu schaffen. Das ist ein Satz,

Speaker:

den ich früher von meiner Oma gekriegt habe. Bei der Vorbereitung

Speaker:

auf Klassenarbeiten. Genau. Ja.

Speaker:

Und in letzter Konsequenz ist das auch eine Klassenarbeit, ja? Und dann heißt

Speaker:

das auch Sätzen 6. Ja, nur unangekündigt meistens,

Speaker:

ne? Die gab's auch, ja.

Speaker:

Genau, deshalb, also meine Empfehlung,

Speaker:

wirklich im Vorfeld schon gucken, was

Speaker:

kann auf mich zukommen, wie kann ich reagieren,

Speaker:

dass ich in dem Moment, wo dann die unangekündigte

Speaker:

Klassenarbeit da plötzlich bei mir vor dem Schreibtisch steht. Ich

Speaker:

sagen kann, ah ja, kommen wir alles bekannt vor, da war

Speaker:

was, also was hatten wir da gesagt, das, das, das, das,

Speaker:

das. So ist mein Ablauf, So ist der Standard, den wir mal

Speaker:

hier festgelegt haben und kann da auch viel

Speaker:

entspannter durchgehen. Besonders, wie

Speaker:

gesagt, wenn ich mich mental schon mal mit dem Thema befasst

Speaker:

habe und auch mir klar darüber bin, Wenn ich mich damit

Speaker:

befasse, bin ich nicht der Nächste. Ganz klar.

Speaker:

Ich denke, eines sollten wir an der Stelle noch mal mitbedenken. Was

Speaker:

viele überhaupt nicht im Blick haben, ist das, ich nenne es

Speaker:

gerne Offboarding. Wir reden alle über Onboarding. Wie

Speaker:

kriegen wir neue Mitarbeiter möglichst glücklich und zufrieden?

Speaker:

Nicht nur auf die Payroll, sondern wie kommen sie auch

Speaker:

wirklich am ersten Tag an? Aber

Speaker:

wie ist es an der anderen Seite? Ich kann mich

Speaker:

erinnern, da hat mich eine Firmenchefin angerufen,

Speaker:

ein Mitarbeiter, ein wichtiger Mitarbeiter sogar. Langjährig.

Speaker:

Langjährig, ja. Sehr lange. Ist verstorben

Speaker:

Und ja. Ja, ganz plötzlich und unerwartet.

Speaker:

Noch. Alle waren geschockt, ja. Vor der Zeit, wo man es

Speaker:

nicht erwartet hätte. Ja. Niemand.

Speaker:

Ja gut, wie gesagt, normalerweise sagt man ja heutzutage 75,

Speaker:

80, 85. Nein. Aber allein wenn ich von

Speaker:

Chefin rede, weiß ich, der ist noch auf der Payroll. Ja, das

Speaker:

heißt also, der ist noch unter der 65. In der Tat, er

Speaker:

war 41. Ja. Und dann ist es in dem

Speaker:

Moment auch wichtig, wie verabschiede ich

Speaker:

jemanden aus dem Unternehmen, zum Beispiel jetzt diesen

Speaker:

Mitarbeiter. Und dabei denke ich einerseits an den Mitarbeiter

Speaker:

und andererseits an die Kollegen, die ja auch verabschieden

Speaker:

müssen. Und ich glaube, da bin ich als

Speaker:

Führungskraft und erst recht als Unternehmer

Speaker:

gefragt. Ja.

Speaker:

Da bin ich als Unternehmer gefragt, ja. Und weißt du was?

Speaker:

Das ist so eine Antwort, die spielt auch wieder auf die erste Frage

Speaker:

zurück. Verabschieden, auch im

Speaker:

Unternehmen, auch wenn einer nicht mehr so kann, wenn er

Speaker:

plötzlich gesundheitlich auf eine andere Stelle muss.

Speaker:

Also interessant, dass mir das jetzt gerade so in den Kopf kommt. Ich

Speaker:

habe es ja ganz häufig, dass bei mir in den Kliniken zum Beispiel

Speaker:

Pflegekräfte, OP, also Operationstechnische

Speaker:

Assistenten, Anästhesie,

Speaker:

Ärzte, wenn sie schwanger werden, nicht mehr

Speaker:

in ihrem Bereich arbeiten dürfen

Speaker:

und ins Backoffice verfrachtet werden.

Speaker:

Also auch eine ganz heftige Sache für viele von denen. Aber hallo!

Speaker:

Auch eine Trauersituation, ja. Und auch für den Rest

Speaker:

des Teams, weil die Kollegin, die war

Speaker:

was. Die hatte eine Rolle in dem

Speaker:

Team. Also auch da würdiges

Speaker:

Verabschieden vielleicht nur für eine Frist.

Speaker:

Ja, aber wir sind zwar jetzt kurz vor der

Speaker:

Fastnacht. Da heißt es ja immer, alles hat am Ende nur die

Speaker:

Wurst, hat zwei. Aber ich denke, an dieser Stelle trifft das

Speaker:

genauso zu. Es

Speaker:

braucht einen Anfang, möglicherweise ein

Speaker:

Anfangsritual. Auch da haben wir überall eine

Speaker:

Begrüßung und wir brauchen eine Verabschiedung. Und wer nicht verabschiedet

Speaker:

ist, der ist noch da. Der spukt im Zweifelsfall weiter im

Speaker:

Unternehmen rum. Aber hallo, da hatte ich ja

Speaker:

eine interessante Podcastaufnahme mit der

Speaker:

Sabine Mrazek, die leider relativ bald nach der

Speaker:

Podcastaufnahme selbst verstorben ist.

Speaker:

Und die sagte im Endeffekt auch,

Speaker:

Manchmal, wenn sie merkt, hier läuft was im

Speaker:

Unternehmen, die Tradition in dieser Abteilung, dann guckt sie genau

Speaker:

nach den Sachen, die nicht richtig aufgelöst worden sind, die

Speaker:

nicht richtig verabschiedet worden sind. Und In aller

Speaker:

Regel wird sie in diesem Moment fündig und wenn sie dann

Speaker:

diese Situation helfen kann zu verabschieden, dann

Speaker:

hört auch der Spuk auf.

Speaker:

Interessanter Punkt auf jeden Fall. Wenn ich so in meine tägliche

Speaker:

Praxis gucke, ja, erhältst du

Speaker:

alles, nur kein Veto von mir. Mhm.

Speaker:

Wie gesagt, für manche ist es erst mal spooky, das gebe ich ganz offen zu.

Speaker:

Aber die Erfahrung sagt was

Speaker:

anderes. Letztendlich, ob spooky oder nicht, das ist mir wurscht.

Speaker:

Hauptsache es bringt uns dem Ziel näher. Und

Speaker:

du hast ja recht, es gibt ein Eingangsritual,

Speaker:

das Onboarding. Das zelebrieren ja

Speaker:

manche Firmen wirklich wie nur was. Und das Offboarding

Speaker:

ist maximal eine Checkliste, was derjenige noch zurückzugeben

Speaker:

hat. Also ich habe mich immer gefreut, wenn ich dann

Speaker:

auch noch von den Kollegen wenigstens mal so eine Rundmeldung

Speaker:

gekriegt habe, so frei nach dem Motto, wenn ihr mich vermissen

Speaker:

solltet, ich bin nicht mehr da, habt mich verändert, wie auch

Speaker:

immer, dass man das wenigstens wusste und noch schöner wäre es,

Speaker:

wenn es auch wirklich von oben noch mal eine Würdigung gäbe.

Speaker:

Ja, das ist das eine. Und das andere ist natürlich, wenn jemand

Speaker:

verstorben ist und dann die persönlichen,

Speaker:

ich sag mal, Habseligkeiten in der Kiste übergeben werden, so

Speaker:

nach dem Motto und gab sie mit den lieben Worten, da! Wieso? Da

Speaker:

konnte man doch das Spind direkt in die Rundablage in den Papier. Ja,

Speaker:

genau. Ja, das haben wir doch gehabt. Und

Speaker:

das und das spricht sich rum. Und dann brauchen wir über Recruiting

Speaker:

nicht mehr zu reden und über Branding. Aber

Speaker:

das ist vielen noch nicht bewusst. Ja, also wie

Speaker:

gesagt, wir sollten darauf gucken, dass wir

Speaker:

den Trauer von Anfang bis Ende managen,

Speaker:

aber auch schon im Vorfeld im Prinzip den Trauer genauso

Speaker:

managen wie alles andere im Voraus

Speaker:

und ja im Prinzip einen guten runden Abschluss

Speaker:

für eine Transformation bieten. Genau.

Speaker:

Gut, die nächste Frage, das

Speaker:

schließt jetzt wirklich wieder wunderbar an. Für wen ist

Speaker:

der Trauermanager und wo liegen die Vorteile?

Speaker:

Mein Satz von eben, wer es nicht

Speaker:

schafft sich vorzubereiten, muss sich vorbereiten es nicht zu schütten.

Speaker:

Ja, in der Tat. Aber mal ganz im

Speaker:

Ernst. Braucht eine Firma

Speaker:

mit, ich denke dann mal so an meine ein bisschen

Speaker:

größeren Arztpraxen, so mit was weiß ich, 10, 15

Speaker:

Mitarbeitern, brauchen die das? Ich würde es

Speaker:

mal so sagen, in dem Moment, wo die Geschäftsleitung

Speaker:

noch weiß, wie der Hund zu Hause heißt.

Speaker:

Du meinst nicht seinen eigenen? Nein, nicht den eigenen, aber

Speaker:

wo man einfach wirklich mit den Mitarbeitern in gutem

Speaker:

Kontakt ist. Ich glaube, das ist dann

Speaker:

weniger thematisch. Ich glaube, da braucht man das nicht unbedingt.

Speaker:

Aber wenn wir mal ab 50 Mitarbeiter aufweisrechnen,

Speaker:

80 Mitarbeiter, zumal

Speaker:

dann hat man Führungskräfte. Exakt. Und Führungskräfte,

Speaker:

viele sind ja erstmal geschockt, jetzt müssen sie reagieren und ich weiß nicht

Speaker:

wie. Und dann haut es einen raus. Siehst du,

Speaker:

und das wäre mein Punkt gewesen. In dem

Speaker:

Moment, wo ich wirklich Führungskräfte

Speaker:

habe, wo ich Führung abgegeben habe als

Speaker:

Unternehmer, da finde ich es spannend. Ab welcher

Speaker:

Mitarbeiterzahl das dann im Einzelnen ist, sei dahingestellt.

Speaker:

Aber spätestens, wenn ich

Speaker:

ja im Prinzip solche

Speaker:

Themen komplett Führungskräften

Speaker:

überlassen muss, ist es wichtig, dass ich im Vorfeld

Speaker:

festgelegt habe, ja, was können,

Speaker:

dürfen, müssen die machen? Ja, was ist in meinem Interesse?

Speaker:

Ja, ja, ganz klar. Und da ist es einfach

Speaker:

wichtig, wirklich zu sagen, Das und das gilt in

Speaker:

unserem Unternehmen. Das und das ist der Ablauf.

Speaker:

Das und das sind die wichtigen Steine, auf die solltest du

Speaker:

auf jeden Fall bauen. Oder achten und drüber

Speaker:

steigen. Oder achten und drüber steigen. Also beispielsweise,

Speaker:

wenn ich einfach so die manchen Personaler höre, die sagen, ja,

Speaker:

ja, wir haben von jedem Mitarbeiter, haben wir die Telefonnummer. Daraufhin habe

Speaker:

ich gesagt, ja, als er ihn eingestellt hat, als er Azubi war, aber das war

Speaker:

vor 35 Jahren. Ja, das ist so die eine

Speaker:

Geschichte.

Speaker:

Ja, das ist das eine.

Speaker:

Das andere ist es nochmal,

Speaker:

dass man von mir aus

Speaker:

auch die Telefonnummern hat, aber vielleicht nicht mehr

Speaker:

so nah am Mitarbeiter dran ist. Also

Speaker:

ich habe einen Kunden, Wie gesagt, diese besagte etwas

Speaker:

größere Arztpraxis. Aber der

Speaker:

Chef da selber, der wusste von seiner Erstkraft,

Speaker:

dass die gerade so richtig privat den Spagat hat. Sie musste ihre Mutter

Speaker:

pflegen, die dann nach schwerer Krankheit,

Speaker:

langer Krankheit, schwerer Krankheit verstorben ist.

Speaker:

Sie war am Trauern und hat ihm das so mitgeteilt

Speaker:

und er hat empathisch nachgefragt und auch

Speaker:

nach der Beerdigung gefragt und ich kann dir nur eins

Speaker:

sagen, diese Frau wird bei ihm nie freiwillig kündigen,

Speaker:

denn er ist zur Beerdigung gekommen. Er stand in

Speaker:

der letzten Reihe, aber sie hat gesehen, er war da.

Speaker:

Und selbst wenn sie es nicht gesehen hätte, es gibt ja das Kondolenzbuch

Speaker:

und da ist der Name drin. Ja, also

Speaker:

mehr Verbindung zu seinem

Speaker:

Mitarbeiter, in dem Fall sogar zu seiner Führungskraft,

Speaker:

ist nicht möglich. Also eine ganz,

Speaker:

ganz tolle Möglichkeit, auch

Speaker:

Mitarbeiter zu binden, Präsenz zu zeigen, zu zeigen, du bist

Speaker:

nicht nur eine Nummer, du bist mir wichtig. Auch

Speaker:

über die Arbeit hinaus. Auch wenn das so, ich sag mal,

Speaker:

hintenrum ja auch diesen Effekt hat.

Speaker:

Ja, wenn es ihr gut geht, nur dann

Speaker:

kann sie gute Arbeit leisten und ihr geht es aber auch nur gut.

Speaker:

Oder ja, also es ist im Prinzip die Katze, die sich

Speaker:

da immer in den Spanz beißt.

Speaker:

Ihr kanns nur gut gehen, wenn es der Firma gut geht, aber der Firma geht

Speaker:

es auch nur gut, wenn es ihr gut geht. Und da muss man einfach gucken,

Speaker:

wie kriege ich das hin, dass die Mitarbeiter zufrieden

Speaker:

sind, sich identifizieren und da

Speaker:

als Führungskraft sich im Vorfeld nochmal

Speaker:

auf alles vorzubereiten, souverän reagieren zu

Speaker:

können, das ist doch was. Das leistet

Speaker:

der Dauermanager und das sind auch alle Sachen, wenn

Speaker:

ich einfach denke, es ist ein Unternehmen vielleicht auch mit 200 oder

Speaker:

300 Mitarbeitern, da gibt es von vornherein

Speaker:

Möglichkeiten, die sind dort verschriftlicht. Was kann ich als

Speaker:

Führungskraft meinen Mitarbeitern anbieten, ohne darüber

Speaker:

nachzudenken, ohne irgendjemanden zu fragen, sondern

Speaker:

für diesen Sonderfall darf ich sofort sagen, hier komm.

Speaker:

So sieht es aus. Und ich denke, das

Speaker:

leistet der Trauermanager. Und

Speaker:

das sind aber gleichzeitig auch die Punkte, die

Speaker:

die Mitarbeiter unterstützen, wo sie wirklich merken,

Speaker:

hier steht einer hinter mir, hier macht einer was für mich, hier bringt

Speaker:

einer wirklich sein Know-how und ich sage auch mal

Speaker:

Ressourcen ein. Und ich glaube, da liegt

Speaker:

das Entscheidende und da, das leistet der Trauermanager.

Speaker:

Spannend finde ich auch nochmal den Ansatz, was leistet

Speaker:

denn der Trauermanager nicht mehr?

Speaker:

Ja, was würdest du an

Speaker:

der Stelle suchen? Ganz

Speaker:

klar, vorhin kam schon die

Speaker:

Frage, was ist denn, wenn ich als Geschäftsführer

Speaker:

das nicht hinkriege, kann ich das abgeben?

Speaker:

Und da haben wir ja schon gesagt, Mensch, ja, kann man abgeben an

Speaker:

empathische Kollegen, Führungskräfte,

Speaker:

HR, die aber geschult werden müssen. Und das ist ganz

Speaker:

klar, wenn da solche Leute, ich sage mal,

Speaker:

vom Schlag krasser Ingenieurzahlen

Speaker:

Mensch kommen,

Speaker:

vielleicht nicht so die beste Wahl. Aber

Speaker:

selbst die kann man schulen, wenn sie es

Speaker:

nicht so von sich intrinsisch hinkriegen,

Speaker:

mitbringen, aus der Erfahrung, aus dem privaten

Speaker:

Bereich, die können geschult werden. Und ich sage mal ganz klar,

Speaker:

da hört nämlich das doch der Trauermanager auf, wenn

Speaker:

ich danach nur Holzblöcke

Speaker:

sitzen habe. Das ist jetzt nicht abwertend

Speaker:

gemeint, sondern es ist einfach eine Struktur,

Speaker:

die Leute mitbringen, die ich selber in

Speaker:

gewisser Weise mitbringe. Aber da kann

Speaker:

man dran arbeiten. Da kann man die Leute, die

Speaker:

können geschult werden. Ja, also dazu bieten

Speaker:

wir ja auch an, einmal im Monat eine Mentoring-Gruppe.

Speaker:

Ja, und darüber hinaus für diese Gruppe

Speaker:

von Holzblöcken wie mich,

Speaker:

ja, direkte Schulungen, wie gehe ich damit

Speaker:

Workshops, direkt im Unternehmen, was haben wir denn da

Speaker:

für Holzblöcke sitzen? Wie können wir mit denen

Speaker:

umgehen? Und ganz im Ernst, ich weiß das, ich bin selbst so

Speaker:

einer.

Speaker:

Und ich weiß, wie man mit diesen Leuten spricht

Speaker:

und sie auftaut. Wie man sie in die Richtung

Speaker:

bewegt, Dass sie sich selbst bewegen, dass

Speaker:

sie selbst dahin kommen und das Thema,

Speaker:

ja, ich will jetzt nicht sagen sexy finden, aber

Speaker:

sagen, jo, das kriege ich hin. Absolut

Speaker:

und Wie gesagt, die Handlungsleitfäden, die kann man

Speaker:

abarbeiten. Das ist das eine. Und das andere ist, ich

Speaker:

weiß nicht, sagt dir der Name Red Dare noch etwas? Natürlich!

Speaker:

Ich erinnere mich, Irak, die Ölquellen, die Brüder. Genau,

Speaker:

Genau. Und da muss man natürlich ganz klar

Speaker:

sagen, in dem Moment können wir einfach auch sagen, hier

Speaker:

Leute, wir haben die Möglichkeit, ihr

Speaker:

ruft uns an und wir unterstützen euch

Speaker:

dann. Und dann finden wir auf jeden Fall eine Lösung.

Speaker:

Ja, das wäre die letzte Möglichkeit. Aber

Speaker:

die gibt es. Also wie gesagt, erste Möglichkeit, du

Speaker:

kennst deine Leute so gut, dass du und bist so nah

Speaker:

dran, dass du es nicht brauchst. Die zweite Möglichkeit, Trauermanager.

Speaker:

Von A bis Z sich wenigstens mal gedanklich

Speaker:

und auf dem Papier vorzubereiten. Bei den

Speaker:

Holzblöcken wie mir. Eine Schulung, wo muss

Speaker:

ich darauf achten? Was kann ich da tun? Rollenspiele,

Speaker:

Workshops. Ja, so.

Speaker:

Ja, und das Letzte. Genau.

Speaker:

Die absolute, Ja, das rote Telefon

Speaker:

bei uns. Das rote

Speaker:

Telefon, genau. Ja, damit

Speaker:

haben wir erst mal drei der wichtigen Fragen

Speaker:

mitgebracht. Hat auch Stefan gefragt,

Speaker:

wie seid ihr zu dem Thema gekommen? Trauermanagement.

Speaker:

Und außerdem, seid ihr privat eher traurig?

Speaker:

Ich glaube, mehr muss man gar nicht sagen. Oder wie geht ihr mit

Speaker:

Trauer für euch? Also,

Speaker:

fangen wir hinten an. Seid ihr eher traurig?

Speaker:

Nö. Also, ganz im Gegenteil. Also, wie gesagt, ich

Speaker:

bin ja in diesem sexy Thema Arbeitsschutz unterwegs. Also, das ist

Speaker:

fast genauso sexy wie Trauer.

Speaker:

Und Schule da ab und an mal für eine Berufsgenossenschaft

Speaker:

als Akzent zum Beispiel Sicherheitsbeauftragte.

Speaker:

Und es gab in der Tat schon Kurse und nicht nur einen, die

Speaker:

gesagt haben, boah, das war so klasse, eigentlich hätten wir nochmal

Speaker:

extra Eintritt hier bezahlen müssen. Es war viel

Speaker:

zu lustig. Wir hatten so viel Spaß.

Speaker:

Arbeitsschutz ist ja eigentlich ein ernstes Thema und genauso ist das mit

Speaker:

Trauer auch. Ganz im Ernst,

Speaker:

es ist ein sehr ernstes Thema. Es ist ein super

Speaker:

wichtiges Thema. Aber wenn man

Speaker:

da nicht, was sagte meine Oma früher immer, Spaß muss sein auf der

Speaker:

Beerdigung, sonst geht keiner mehr hin.

Speaker:

Also man muss es auch mit einem

Speaker:

Lächeln sehen und dieser Bierernst,

Speaker:

dieses, warte mal, da gab es so ein

Speaker:

schönes Wort, jetzt habe ich wieder meine Wortfindungsstörung, dieses Friedhöfliche.

Speaker:

Nein, nein, überhaupt nicht. Und das bringt uns ja

Speaker:

auch nicht weiter und nicht nach vorne. Ja,

Speaker:

absolut nicht. Absolut nicht. Ja, also wie ich

Speaker:

sagte, wir gehen zum Lachen nicht in den Keller. Keine Angst.

Speaker:

Absolut gar nicht. Ja,

Speaker:

aber ganz im Ernst, wenn man sich mit dem Thema beschäftigt hat,

Speaker:

kann man auch befreiter wieder lachen, weil

Speaker:

vieles geklärt ist, weil man sich über vieles

Speaker:

nicht mehr Gedanken machen muss. Ich sag mal, die Leichen, die so

Speaker:

im Keller liegen, so auf der To-Do-List und was

Speaker:

ist, wenn, wenn ich da einfach einen Haken hinterher machen kann,

Speaker:

dann ist das weg. Ja, da lebe ich leichter.

Speaker:

Dann habe ich das gelöst im Vorfeld und insofern

Speaker:

also zu dem ja zu dem Thema gekommen, Stefan.

Speaker:

Eines noch von eben. Ich habe ja nun als

Speaker:

Gemeindepfarrer viele Menschen auf den letzten Metern des Lebens

Speaker:

begleitet. Und es ist ganz klar, wer vorher seine

Speaker:

Leichen im Keller schon beerdigt hat, der hat

Speaker:

ein leichteres Leben und der kann nachher auch leichter

Speaker:

gehen. Also insofern, ja,

Speaker:

also für uns ist das ein Thema, Trauer gehört zum Leben dazu.

Speaker:

Und in dem Moment, wo ich gut damit umgehen kann, kann ich auch gut leben.

Speaker:

Aber wie gesagt, wie sind wir zu dem Thema gekommen?

Speaker:

Ja, Ich bin ja nun

Speaker:

zum Ingenieurbüro dazugekommen, wie, ich sag mal, die Jungfrau zum

Speaker:

Kind, wenn man es so schön sagen kann.

Speaker:

Und dann kam auf einmal der Punkt, In diesem

Speaker:

Ingenieurbüro arbeitet ein Facher im Ruhestand, mit der auch

Speaker:

Fachkraft für Arbeitssicherheit ist. Und jetzt haben wir die

Speaker:

Situation, dass unsere Führungskräfte nicht wissen, was sie sagen sollen bei Blauer.

Speaker:

Ja, stopp. Dazu sollte man doch sagen,

Speaker:

dass du derjenige bist, der hier im Büro

Speaker:

verantwortlich ist für das, wovor wir

Speaker:

alle fürchterlichen Bammel haben und das ganz

Speaker:

passend wie, ja, ich sag mal der Teufel das Weihwasser, das ist nämlich die

Speaker:

Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen.

Speaker:

Und diese psychischen Belastungen, ja im weitesten Sinne, gehört auch

Speaker:

die Trauer dazu. Ganz klar. Ja.

Speaker:

Ja, und wie gesagt, da sind wir immer mehr

Speaker:

gefragt worden und wir haben gesehen, es waren immer

Speaker:

vergleichbare Fragen und daraufhin haben wir natürlich

Speaker:

gesagt, wo gibt es das sonst noch? Das gibt es im

Speaker:

Brandschutz. Ja, in der Tat.

Speaker:

Und da ist es doch ganz genauso. Das Feuer fragt auch nicht zuerst in der

Speaker:

Geschäftsleitung nach, ob es kommen darf. Sondern das kommt

Speaker:

einfach. Und dann haben wir gesagt, Mensch, warum

Speaker:

fassen wir das nicht alles zusammen, entwickeln

Speaker:

Leitfäden für Traueranlässe, für Führungskräfte, wo die

Speaker:

Geschäftsleitung von vornherein schon sagt, Mensch, das

Speaker:

und das sind die Punkte und wir

Speaker:

wiederum verbinden die so, dass es den Unternehmen

Speaker:

und den Mitarbeitern damit gut geht. Und so sind wir einfach zu diesem Thema

Speaker:

gekommen. Genau.

Speaker:

Ja, dann haben wir noch zwei

Speaker:

Fragen.

Speaker:

Ja, welches war für euch die intensivste,

Speaker:

oder welches waren, was? Welches war für euch die intensivste Folge?

Speaker:

Was ist euer Learning nach 100 Folgen

Speaker:

jeweils in zwei Sätzen? Oha! Oh ja!

Speaker:

Stefan, was war für dich die intensivste Folge? Ich habe sie ja alle gehört,

Speaker:

aber du bist da ja noch viel näher dran.

Speaker:

Was hat dich da so? Also Ich

Speaker:

muss sagen, ich kann zwar die Frage nachvollziehen,

Speaker:

aber ich will gar nicht sagen, was für mich die intensivste

Speaker:

Folge war. Für mich war sicherlich

Speaker:

eine ganz intensive Folge damals mit

Speaker:

Georg Augustin, wo ich da wirklich im

Speaker:

Unternehmen drin war, was ein Mitarbeiter in den Tag bekommen

Speaker:

hat und das Unternehmen und die Kollegen einfach nicht

Speaker:

wussten, was sie tun sollten. Darüber haben wir gesprochen.

Speaker:

Oder auch mit Stefan Bichert.

Speaker:

Corenta, sieben Mitarbeiter auf einmal bei einem

Speaker:

schweren Arbeitsunfall tödlich verunglückt.

Speaker:

Das hat mich ziemlich genauso, aber auch

Speaker:

die Totgeburt des Kindes von

Speaker:

Aaron Kübler, das hat mich auch, also ich will das gar

Speaker:

nicht als Gegeneinander aufwägen. Weißt du, was mir noch so richtig

Speaker:

im Hinterkopf geblieben ist, wo ich gar nicht so dran gedacht

Speaker:

habe, dass Männertrauer anders ist? Martin

Speaker:

Kreuz. Also da bin ich wirklich. Das war

Speaker:

für mich so ein Aha-Erlebnis,

Speaker:

dass Männer anders ticken. Das war mir

Speaker:

vorher gar nicht so bewusst. Wahrscheinlich, ja, ich sag mal,

Speaker:

Frau im Ingenieurberuf ist ja sowieso schon so ein bisschen

Speaker:

weird. Also die ticken ja sowieso. Aber dass das

Speaker:

wirklich so viel anders ist, da muss ich dann auch sagen, da bin

Speaker:

ich doch ganz frau. Das

Speaker:

hat mich beeindruckt.

Speaker:

Die das auch überhaupt nicht auf dem Schirm haben. Ja.

Speaker:

Und ja, klar. Also was mich allerdings auch nochmal

Speaker:

sehr, auch an meine frühere Tätigkeit

Speaker:

erinnert hat und Was mir einfach sehr, sehr wichtig war, das war

Speaker:

damals das Gespräch mit Uwe Unger.

Speaker:

Uwe Unger ist der Mensch, den wir

Speaker:

privat gut kennen bei der guter Versicherung.

Speaker:

Und Als Gemeindefacher habe ich es häufig mitgekriegt

Speaker:

nach dem Motto, jetzt ist unser Vater,

Speaker:

der hier der Hauptverdiener ist, gestorben.

Speaker:

Herr Facher, wissen Sie irgendwo eine Wohnung, wo wir hier

Speaker:

am Ort bleiben können, dass die Kinder in der Grundschule bleiben können, die billiger ist

Speaker:

als das, was wir im Moment haben. Und ich

Speaker:

wusste aus einer anderen Situation, dass die Gotar

Speaker:

eine Versicherung hat, wo sie im Endeffekt nach einer bösen

Speaker:

Diagnose oder eben auch nach einem Todesfall

Speaker:

innerhalb von einer Woche bis zu 50.000 Euro bezahlen.

Speaker:

Und dass man das versichern kann ohne Gesundheitsprüfung.

Speaker:

Und Firmenversichern. Firmenversichern, ja, genau. Also

Speaker:

Das ist im Endeffekt das Incentive für

Speaker:

Unternehmer, die da sagen, Mensch, ich

Speaker:

habe hier noch pro Monat einen Betrag

Speaker:

von wahrscheinlich die 37 Euro und

Speaker:

dafür ist mein Mitarbeiter abgesichert

Speaker:

bis 50.000 Euro, egal was passiert.

Speaker:

Selbst wenn er den letzten ICE nehmen würde, ist

Speaker:

die Familie trotzdem abgesichert. Und das ohne Gesundheitsbrüche

Speaker:

ab 20 Mitarbeiter. Für mich war das einfach eine Herzensangelegenheit,

Speaker:

weil ich mal die andere Seite gesehen habe, wo die Familien dann getrauert haben

Speaker:

und nicht gewusst haben, wie ich als... Ja, nicht nur getrauert, den der Arsch

Speaker:

auf Grundeis gegangen. Richtig, genau. Ja, also,

Speaker:

ja, absolut. Also ich kann mich noch an einen Fall

Speaker:

erinnern, bei mir in meinem Umfeld,

Speaker:

wo, so Arbeitsumfeld, wo eine

Speaker:

Mitarbeiterin, der Mann, ja, bekanntlich

Speaker:

depressive Phasen hatte und plötzlich weg war,

Speaker:

nach einer Woche gefunden wurde, mit keinem

Speaker:

guten Ausgang. Wo dann aber im Raum stand,

Speaker:

dass das Haus futsch ist. Genau das,

Speaker:

was du erzählst. Kinder

Speaker:

müssen aus ihrem Umfeld raus, Wohnung muss

Speaker:

gesucht werden, wenn da nicht der Arbeitgeber im

Speaker:

Vorfeld gesagt hat, da kümmern wir uns drum.

Speaker:

So was darf unseren Mitarbeitern nicht

Speaker:

passieren. Also ich weiß

Speaker:

ja an der Stelle nicht mehr viel mehr, ich kann nur sagen, ich ziehe den

Speaker:

Hut davor. Ja, absolut. Ich ziehe den Hut davor. Absolut.

Speaker:

Genau. Ja, das

Speaker:

waren so die wichtigen oder so die Sachen, die uns so

Speaker:

richtig relativst beeindruckt haben.

Speaker:

Ja, aber jetzt wollten einige von

Speaker:

euch sogar auch wissen gleich, was sind denn unsere

Speaker:

nächsten Projekte? Das, ja, also

Speaker:

wir haben ja eben schon gesagt, 100 weitere Folgen, aber darüber

Speaker:

hinaus haben wir natürlich einen ganz tollen Plan.

Speaker:

Ja, also das eine ist, das Buch ist noch in der Mache.

Speaker:

Das zweite ist, wir sind angeregt worden, zu

Speaker:

Thementagen. Und jetzt

Speaker:

steht am 24. Juni der Thementag

Speaker:

Suizid auf dem Programm. Ein Online-Kongress,

Speaker:

erstmalig im Dachraum, sprich Deutschland,

Speaker:

Österreich und Schweiz und Liechtenstein zum

Speaker:

Thema Suizid. Absolut spannend,

Speaker:

weil das eines der Themen ist, wo

Speaker:

ich mit meinen Kollegen, mit den Fachkräften für

Speaker:

Arbeitssicherheit und Sicherheitsingenieuren, wo ich

Speaker:

da einen ganz fetten Respons hatte. Kannst

Speaker:

du davon noch ein bisschen was erzählen? Ja, klar.

Speaker:

Ich hatte mal das Thema Trauermanagement in

Speaker:

einer von meinem Berufsverband

Speaker:

VDSI. Also früher hießen wir Verband Deutscher

Speaker:

Sicherheitsingenieure, heißt jetzt aber ein bisschen anders. Verband für

Speaker:

Sicherheit und Gesundheitsschutz an der Arbeit oder so ähnlich.

Speaker:

Aber ich bin noch Old Style.

Speaker:

Ja, da hatten wir ein Regionaltreffen

Speaker:

mit unter anderem einem, ja, treffen

Speaker:

mit unter anderem einem, ja, wie

Speaker:

willst du es sagen,

Speaker:

so Vortrag von uns.

Speaker:

Ja, und ich habe das Thema kurz vorgestellt,

Speaker:

Trauermanagement mit der Frage, Mensch, jetzt sind wir hier Sicherheitsfachkräfte,

Speaker:

also Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Sicherheitsingenieure.

Speaker:

Wieso machen wir das Thema hier überhaupt? Hat denn schon mal jemand

Speaker:

von euch erlebt, dass es einen

Speaker:

Impact, einen Einfluss von

Speaker:

trauernden Mitarbeitern auf ihre Arbeit gegeben

Speaker:

hat? Da gingen 80 Prozent der Hände

Speaker:

hoch. Und ein paar so super schnell, dass

Speaker:

ich mir gedacht habe, boah, jetzt fragst du mal genauer nach.

Speaker:

Und die Hände, die so richtig hoch geflogen sind,

Speaker:

die eine davon, da sage ich, Mensch, wer möchte denn mal darüber

Speaker:

erzählen? Ja, wieder die eine Hand gleich oben. Naja,

Speaker:

gut, natürlich muss der gefragt werden. Und dann kam der.

Speaker:

Ja, vor 34 Jahren, sieben Monaten,

Speaker:

zwei Tagen, drei Stunden und 25 Minuten, da habe ich

Speaker:

mit meinem Kollegen noch gefrühstückt und danach ist er hoch

Speaker:

aufs Gebäude und von dem elften Stock runter gesprungen. Das

Speaker:

hätte ich doch merken müssen. Ja, das ist doch

Speaker:

mein direkter Kollege gewesen. Und warum habe ich nicht

Speaker:

und kam auch so lange Zeit später

Speaker:

nicht darüber hinweg? Ja, den anderen ging es nicht

Speaker:

anders. Exakt. Ja, Exakt. Wobei

Speaker:

wir wieder beim Trauermanager sind und verabschieden

Speaker:

und so weiter. Aber Suizid ist da nochmal ein

Speaker:

ganz besonderer Fall. Zumal, wenn er im

Speaker:

Betrieb passiert, schlimmer geht's für einen

Speaker:

Betrieb nicht. Sag ich jetzt mal so

Speaker:

frei raus. Das unterstütze ich sofort. Also

Speaker:

das wabert immer noch rum Und wenn man da keinen

Speaker:

guten Abschluss findet, dann wird sich das

Speaker:

auch in der Bilanz niederschlagen. Ja, ja,

Speaker:

also ein befreundeter Steuerberater sagt mir ganz klar,

Speaker:

solche Situationen, wenn sie richtig heftig sind, die lese ich dir

Speaker:

aus der Bilanz raus.

Speaker:

Also deshalb, 24.06. Machen wir den

Speaker:

ersten Suizidpräventionstag

Speaker:

online für den Dachraum, haben dort

Speaker:

bereits sieben Referenten und bald gibt es

Speaker:

auch dazu die Anmeldungsmöglichkeit und

Speaker:

die Teilnahmemöglichkeit. Ich freue mich jedenfalls

Speaker:

total drauf, zumal ich einige von den

Speaker:

Referenten persönlich kenne und absolut

Speaker:

schätze, also dass wir die gewinnen konnten,

Speaker:

das ist ein ganz, ganz großes Glück. Und

Speaker:

ja, das wird

Speaker:

richtig klasse werden. Das wird der Hammer werden.

Speaker:

Da wird nicht nur, ich sag mal, theoretisches BlaBla

Speaker:

rüberkommen. Das will ich sowieso nicht. Exakt.

Speaker:

Da werden, Ja, da kommen

Speaker:

Leute aus der Praxis und die die Praxis auch

Speaker:

richtig nah. Online ist es

Speaker:

ein bisschen schwieriger, gebe ich zu, aber.

Speaker:

Damit man es auch wirklich persönlich schaffen

Speaker:

kann, die einem das trotz Online

Speaker:

absolut nahe bringen und Lösungen bringen und

Speaker:

nicht nur bla bla Theorie interessiert mich

Speaker:

nicht, sondern Mensch, Da nehme ich richtig was

Speaker:

mit für mich und mein Unternehmen. Ja, im Endeffekt, wenn

Speaker:

sich Vortrag wie Supervision anhört.

Speaker:

Ja, also das ist zumindest

Speaker:

das, wofür wir diesen Online-Kongress

Speaker:

planen. Und ich kann jetzt schon sagen, wir werden auch einen

Speaker:

Special Guest haben. Also

Speaker:

nicht nur einen, der auch einen Suizidversuch überlebt

Speaker:

hat, der früher ziemlich hoch in seinem

Speaker:

Unternehmen drin war, sondern wir werden

Speaker:

auch eine Zauberin haben.

Speaker:

Und gemäß unserem Anspruch, das schwere leicht

Speaker:

gesagt, kann ich jetzt schon sagen, dass Agnes Altensee

Speaker:

uns da doch, ja,

Speaker:

den ein oder anderen aufhellenden Gedanken mitgibt.

Speaker:

Ja, das glaube ich auch.

Speaker:

Ja, jetzt sind wir mit den Fragen am Ende angelangt.

Speaker:

Die Folge ist auch wirklich lang geworden, aber

Speaker:

nichtsdestotrotz, es ist ja bis zum Ende gehört

Speaker:

worden. So schlimm kann es nicht gewesen sein.

Speaker:

Und wenn ihr jetzt noch Fragen habt, schickt uns einfach eine

Speaker:

Mail an podcast-manager.de

Speaker:

und empfehlt gerne diese Folge weiter, teilt

Speaker:

diese Folge und, ja, kommt mit

Speaker:

uns ins Gespräch. Wir freuen uns auf

Speaker:

euch. Aber hallo! Bis dahin!

Speaker:

Tschüss! Tschüss! Untertitel von Stephanie Geiges

Show artwork for Das Schwere leicht gesagt

About the Podcast

Das Schwere leicht gesagt
Trauer im Unternehmen
"Schluss mit dem Versteckspiel!"
Ja, wir sprechen über Verlust, Trauer und auch Tod im Unternehmen. Und, weil es ein sehr persönliches Thema werden kann, sind die Episoden durchgängig "per DU".

Warum dieser Podcast?
Weil Dein Unternehmen und Deine Mitarbeiter es sich nicht mehr leisten können, dieses Tabuthema zu ignorieren! Vom Wegschauen ist es nicht verschwunden, im Gegenteil.
Trauer im Unternehmenskontext kann teuer werden, besonders, wenn sie unvorbereitet in die Krise führt. Dabei wir reden hier nicht von Kleingeld, sondern von fünf- bis sechsstelligen Beträgen, die es Dein Unternehmen kosten kann, wenn jetzt die Kommunikation scheitert. Das ist kein Hirngespinst, sondern Fakt!

Glaubst Du nicht?
- Was kostet es Dich, wenn Deine wichtigste Vertrieblerin, welche die ganz großen Abschlüsse auf Augenhöhe verhandelt für vier Wochen komplett nach Trauerbedingter Krankschreibung ausfällt? Und wer krank ist, darf nicht kontaktiert werden ...
- Nach einer aktuellen französischen Studie kündigt jede 9. Fachkraft, wenn sie das eigene Unternehmen nach einem Trauerfall als inkompetent erlebt.

Die Technische Hochschule Würzburg hat in Zusammenarbeit mit uns herausgefunden, dass 80% der Führungskräfte bereits mit Trauer im Unternehmen konfrontiert wurden. Und was noch schockierender ist: Diese Führungskräfte fühlten sich oft hilflos in dieser Situation. Leitfäden, Kommunikationstraining und Informationen sind dringend notwendig.

Deshalb präsentieren wir: "Das Schwere LEICHT gesagt"
Hier behandeln wir Schlüsselthemen:

- Informationen zu Verlust, Trauer und gar Tod im Unternehmen.
- Erfahrungen von Unternehmern und Führungskräften, wie sie in dieser Situation gehandelt haben, bzw. was sie gelernt haben.
- Praktische Unterstützung für Sie und Ihre Mitarbeiter.

Unser Ingenieurbüro für Arbeitssicherheit und Betriebliches Gesundheitsmanagement Heinke Wedler bietet Ihnen den "Trauermanager". (www.trauer-manager.de/trauermanager)
1. Ein Handbuch mit detaillierten Leitfäden für die wichtigsten Traueranlässe. In die Leitfäden fließen direkt die Rahmenentscheidungen der Geschäftsleitung mit ein.
2. Diese werden ergänzt durch monatliche Online-Trainings in kleinen Gruppen.
3. Und wenn Ihre Führungskräfte nicht mehr weiter wissen, sind wir online für sie da - und wenn es ganz Dicke kommt, auch vor Ort.

Haben Sie ein Thema, das in einer Episode besprochen werden sollte?
Lassen Sie es uns wissen. Vielleicht hören Sie bald "Ihre Episode". Oder werden Sie selbst zum Interviewgast und teilen Sie Ihre Perspektive: podcast@trauer-manager.de.

Und keine Sorge, wenn wir über Angebote sprechen, finden Sie alle Informationen hier in den Shownotes. Wir prüfen alles sorgfältig, bevor wir es empfehlen. Einzelne Empfehlungen können Affiliatelinks sein.

Abonnieren Sie unseren Podcast und teilen Sie ihn großzügig!
Denn wenn der Tod oder die Trauer anklopft, zählen nur noch Bordmittel - Oder eben das, was sie mit einem Handgriff erreichen können. Und manchmal sind die überraschend begrenzt.

In jedem Unternehmen werden diese Informationen früher oder später gebraucht. Wir wissen nur nicht, wann. Mit über 1 Million Verstorbenen pro Jahr, davon 150.000 im erwerbsfähigen Alter, und den realen Herausforderungen wie Krebs und Herzkrankheiten sollten Sie gut vorbereitet sein. Es könnte Sie schneller treffen, als Sie denken.

Wenn Sie Entscheidungsbefugnis und Budgetverantwortung haben, vereinbaren Sie noch heute einen Kennenlerntermin: https://trauer-manager.de/termin.

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