Jubiläumsfolge 100 unverzichtbare Einblicke bei Trauer am Arbeitsplatz
Jubiläum 100 des Trauermanager-Podcasts
Heinke Wedler und Stefan Hund im Gespräch
Wir feiern mit der 100. Folge von "Das Schwere leicht gesagt", dem Podcast des Trauermanagers.
Ein bedeutendes Jubiläum! 🎉 Zusammen mit seiner Chefin Heinke Wedler werfen wir einen Blick zurück auf bewegende Momente und spannende Gespräche rund um das Thema Trauer am Arbeitsplatz.
Hier sind drei wichtige Erkenntnisse aus unserer Jubiläumsfolge:
- Trauer als Prozess und Transformation: Trauer entsteht nicht nur bei persönlichen Verlusten, sondern auch durch Veränderungen, die auf den ersten Blick unsichtbar erscheinen, wie gesundheitlich bedingte Einschränkungen im Berufsleben. Anerkennung und Begleitung in diesen Prozessen sind essenziell.
- Vorbereitung ist der Schlüssel: Erfolgreiches Trauermanagement erfordert eine bewusst geplante Vorbereitung. Führungskräfte sollten für den Ernstfall routinierte Handlungsmöglichkeiten haben, um ihre Mitarbeiter besser unterstützen zu können.
- Würdiges Abschiednehmen im Beruf: Ein achtsames Offboarding ist genauso wichtig wie das Onboarding. Rituale und klare Abläufe helfen, den Umgang mit Verlustsituationen im Unternehmen menschlich und professionell zu gestalten.
Hört rein und teilt gerne eure Gedanken!
Schreibt uns gerne unter podcast@trauer-manager.de
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Wir sprechen über Themen rund um Trauer. Für Unternehmer, Führungskräfte und Betriebsräte.
- Hast Du eine Frage, die wir thematisieren sollen? Schreib uns: podcast@trauer-manager.de
- Möchtest Du, dass Dein Unternehmen mit wenig Aufwand umfassend vorbereitet ist, dann informiere Dich hier über unseren einzigartigen Trauermanager.
- Möchtest Du regelmäßig zum Thema Trauer im Unternehmen lesen, bestelle Dir hier unseren Know-How-Transfer.
Impressum
Transcript
Jubiläumsfolge 100 des Power
Speaker:Manager Podcasts Das Schwere leicht gesagt.
Speaker:Mein Name ist Stefan Hund und heute für das Jubiläum
Speaker:ist meine Chefin Heinke Wädler mit dabei.
Speaker:Ich wünsche, wir wünschen, viel Spaß beim Zuhören.
Speaker:Herzlichen Glückwunsch Stefan. 100 Folgen von
Speaker:deinem Podcast. Ganz, ganz
Speaker:herzlichen Dank, Heike.
Speaker:Das ist ein Grund zu feiern für uns. 100
Speaker:Folgen, das schwere leicht gesagt, Trauer im
Speaker:Unternehmen, kein sexy Thema,
Speaker:was die Leute vom Hocker reißt, was
Speaker:in großen Scharen Klickzahlen generiert,
Speaker:ist ja eigentlich ein Thema, mit dem man am liebsten
Speaker:gar nichts zu tun hätte. Umso toller,
Speaker:dass so viele Leute deinen Podcast
Speaker:hören, dass du es schaffst, jedes Mal wieder neue spannende
Speaker:Themen in dem Bereich, ja,
Speaker:dir heranzuziehen, Leute begeisterst, mit
Speaker:dir zu sprechen, Experten. Also ich
Speaker:bin absolut begeistert. Ich habe bisher keine Folge
Speaker:verpasst und freue mich auf die nächsten 100.
Speaker:Oh, die nächsten 100, das ist natürlich ein Anspruch. Aber okay,
Speaker:also wenn ich einfach überlege, im März
Speaker:2023 haben wir angefangen und jetzt sind wir bei der
Speaker:Folge 100. Und ja, 100
Speaker:spannende Folgen, Davon sind 80
Speaker:Folgen mit
Speaker:wirklich tollen Gästen, die etwas zum
Speaker:Thema Trauer am Arbeitsplatz beitragen können.
Speaker:Und da sind auch Sachen dran, die hab ich vorher selbst nicht im Blick
Speaker:gehabt. Aber
Speaker:100, das ist eine Hausnummer. Und genau
Speaker:deshalb habe ich einfach auch vorher mal
Speaker:auf LinkedIn gebracht. Heute,
Speaker:wenn ihr unseren Podcast hört,
Speaker:gibt es da vielleicht auch Fragen, die ihr
Speaker:bisher von uns noch nicht beantwortet bekommen habt.
Speaker:Und da haben wir einige Fragen bekommen und wir
Speaker:haben gesagt, in der Folge 100 werden wir es euch beantworten.
Speaker:Ja, ich habe mir die Fragen gerade schon mal so ein bisschen angeguckt.
Speaker:Spannende Fragen dabei. Ich freue mich,
Speaker:dass wir mal da zusammen drauf gucken und jetzt beantworten können.
Speaker:Genau. Die erste Frage ist schon,
Speaker:ist es nicht auch Trauer, wenn man von außen gar
Speaker:nicht sieht, wenn beispielsweise Mitarbeiter etwas aus
Speaker:gesundheitlichen Gründen nicht mehr können?
Speaker:Die Krit hat die Frage gestellt. Die Krit ist Ärztin
Speaker:und die begegnet natürlich Menschen, die
Speaker:auf einmal zum Beispiel aufgrund einer Krebserkrankung etwas nicht mehr
Speaker:können. Oder wie gesagt, in einem
Speaker:Krankenhaus, ich war ja nun selbst Klinikfahrer,
Speaker:und wenn auf einmal das Bein ab ist,
Speaker:dann muss ich mich umstellen. Und ganz klar, das
Speaker:ist Trauer. Auch wenn man
Speaker:sich das vielleicht erst mal nicht zugestehen will.
Speaker:Aber ich muss mich im Endeffekt
Speaker:neu definieren. Ja, das ist
Speaker:ein Prozess. Absolut,
Speaker:trauer kann man es nennen. Man muss sich von etwas altem
Speaker:verabschieden, aufbrechen in neue
Speaker:Bereiche.
Speaker:Ja, aber ich habe auch einige in diesen
Speaker:Zeiten gesehen, die eben halt,
Speaker:ja, sich die ganze Zeit, ich will nicht
Speaker:gerade sagen, beweint haben,
Speaker:aber die im Endeffekt in ihrer Trauer stehen geblieben
Speaker:sind. Und das ist natürlich in dem
Speaker:Moment richtig, richtig schwierig, die in dem Moment einfach
Speaker:auch wirklich rauszuholen.
Speaker:Ja, wenn sie es überhaupt wollen. Ja, natürlich.
Speaker:Der Punkt ist ja der, manchmal hat ja auch
Speaker:die, manchmal gibt es ja auch, das klingt so eigenartig,
Speaker:aber einen Trauergewinn. Ja. Und
Speaker:dann nimmt man mir auf einmal, oder ich muss den Trauergewinn abgeben.
Speaker:Ja, auf der anderen Seite, wenn ich einfach
Speaker:jetzt an mich selbst denke, ja, ich
Speaker:könnte darüber sicherlich mehr als
Speaker:eine Träne vergießen. Und da habe ich auch schon das
Speaker:eine oder andere... Ich wäre gerne
Speaker:auch, aber ich habe 70 Prozent Schwerbehinderung
Speaker:und das beim ersten Mal durch meinen
Speaker:Rücken. Ich könnte mich trauern, klar,
Speaker:aber was bringt mich das weiter? Und so
Speaker:kann ich wirklich einen Mehrwert liefern.
Speaker:Und das Interessante, die Frage, die Krit gestellt
Speaker:hat, das kam kurz nachdem ich bei Anja Kaiser
Speaker:in den BEM Nuggets war. Und
Speaker:wir hatten letztes Jahr bereits eine Podcast-Folge
Speaker:und dann einen großen
Speaker:Bericht in einer Fachzeitung, nämlich dem Sicherheitsingenieur,
Speaker:Und da ist uns aufgefallen, dass bei den
Speaker:BEM-Gesprächen fast
Speaker:20 Prozent der Personaler, die uns geantwortet
Speaker:haben, gesagt haben, ja, wir haben
Speaker:Trauer als Auslöser für BEM. Wo auf einmal
Speaker:Menschen irgendwas nicht mehr konnten oder sich nicht
Speaker:mehr konzentrieren konnten oder einfach, es
Speaker:klappte so nicht mehr. Und dann kamen die Fehltage hoch.
Speaker:Ja, ganz klar. Nee, das sehe ich
Speaker:genauso. Also auch in meiner Tätigkeit als
Speaker:Sicherheitsingenieur ganz klar, ja.
Speaker:Trauer. Ja, Gerade
Speaker:ganz aktuell letzte Woche ist eine
Speaker:Gesetzesänderung durchgekommen, dass
Speaker:man bei Fehlgeburten, grünen
Speaker:Fehlgeburten inzwischen auch einen Anspruch gestaffelt
Speaker:nach Woche zwar, aber auch Mutterschütz hat.
Speaker:Also da hat man auch gesehen, dass ja auch da Trauer
Speaker:von sich geht und dass auch in diesem Rahmen bisher
Speaker:krank geschrieben worden ist von vernünftigen Ärzten, wenn die
Speaker:Mütter das brauchten, das
Speaker:erlebte Zeitnach verarbeiten zu können. Ja, aber
Speaker:du hast ja eben schon direkt auch gesagt, wenn vernünftige
Speaker:Ärzte krankgeschrieben haben. Aber das haben ja nicht alle krank
Speaker:geschrieben. Das stimmt. Ja. Das stimmt.
Speaker:Also dementsprechend wurden auch manche Arbeitgeber jetzt
Speaker:da zu ihrem Glück gezwungen.
Speaker:Eine pauschale Regelung finde ich da nicht ganz so geschickt.
Speaker:Also wenn es nach mir ginge, könnte die Mutter, wenn sie
Speaker:das möchte, auch zeitnah wieder arbeiten gehen. Für manche ist es
Speaker:einfach eine bessere Lösung als zu Hause zu sitzen und zu grübeln.
Speaker:Aber ja, auf die Frage zurückzukommen von der
Speaker:Grid, Trauer,
Speaker:wenn man bei Kollegen sieht, es geht nicht mehr,
Speaker:wenn es bei einem selber nicht mehr so geht, ja, auf jeden
Speaker:Fall, das ist Trauer. Und es braucht auch im Prinzip
Speaker:ähnliche Rituale, wenigstens im Inneren,
Speaker:sich da von dem Alten, was gewesen ist,
Speaker:würdevoll verabschieden zu können, offen zu sein
Speaker:für die neue Situation.
Speaker:Ich denke, du hattest auch da interessante Gespräche. Ich erinnere mich noch
Speaker:an einen Stuntman, der dir aus solchen Situationen
Speaker:was erzählt hatte. Ja, Ja,
Speaker:das war der Holger Schumacher. Der Holger
Speaker:Schumacher war der Chef-Stuntman zu
Speaker:Alarm für Krupa 11. Und
Speaker:wer solche Filme kennt, der
Speaker:weiß, da geht es Feuer
Speaker:und ja, er war derjenige, der den
Speaker:Bösewicht verfolgen sollte, verfolgen musste.
Speaker:Aber diese Szene war für den Anfang des Films
Speaker:und dementsprechend war ganz klar, der andere
Speaker:musste entkommen. Ja, und er hat
Speaker:sich ein Hundertstel für den
Speaker:Stunt verrechnet. Und ja,
Speaker:er hatte einen schweren Unfall. Er hatte gedacht, ich
Speaker:hoffe, ich sehe nachher nicht aus wie Niki Lauda.
Speaker:Und ja, heute lebt er ein ganz anderes Leben,
Speaker:auch wenn er immer noch Stuntman ist. Und
Speaker:jetzt hilft er wirklich auch Unfälle vermeiden. Und
Speaker:ja, Trauer, ja, ihn hat sie in die Transformation
Speaker:gebracht. Ja, und das ist das Optimale.
Speaker:Aber Bevor du in die Transformation gehst, musst du abschließen
Speaker:mit dem Alten. Vorher klappt das nicht.
Speaker:Und dementsprechend, ja, Krit,
Speaker:das ist auch Trauer und es braucht dieselben
Speaker:Prozesse, vielleicht in abgeschwächter Form,
Speaker:aber ja, du bist da komplett richtig, auf dem richtigen Weg.
Speaker:Genau. Ja,
Speaker:als nächste Frage haben wir bekommen, wenn ich
Speaker:als Geschäftsführer mit dem Thema Tod nicht umgehen
Speaker:kann oder will? Wen kann ich damit
Speaker:beauftragen? Eine Führungskraft oder
Speaker:vielleicht HR?
Speaker:Zunächst ist für mich ja auch erstmal die Frage, was bedeutet an dieser
Speaker:Stelle nicht damit umgehen können.
Speaker:Zunächst einmal, mir steht mein Mitarbeiter
Speaker:gegenüber. Mein Mitarbeiter
Speaker:zeigt ganz klar Trauer. Er sagt mir vielleicht sogar, was es
Speaker:geht. Und selbst wenn
Speaker:ich sage, ich bin...
Speaker:Oder es reicht im Endeffekt auch erstmal vollkommen zu sagen, ja, ich
Speaker:bin auch betroffen. Und
Speaker:vielleicht auch, ich fühle mit dir. Mehr
Speaker:geht vielleicht nicht, aber ich glaube, In diesem
Speaker:Moment geht es wirklich darum, als Führungskraft
Speaker:Wege zu eröffnen, dass mein Gegenüber mit
Speaker:seiner Trauer wirklich auch bei mir im Unternehmen bleiben kann.
Speaker:Und ich glaube, Das ist ein Punkt.
Speaker:Ja, diese Definition nicht mit Trauer umgehen können, aber
Speaker:das habe ich natürlich in der täglichen
Speaker:Praxis in den Unternehmen auch schon
Speaker:erlebt, dass da Ängste
Speaker:da standen, so frei nach dem Motto, boah, wenn ich mich jetzt mit dem Thema
Speaker:beschäftige, bin ich jetzt der Nächste.
Speaker:Bloß weit weg, nachher springt das Böse auf
Speaker:mich über, ich weiß es nicht. Da waren ganz
Speaker:interessante Ansätze dabei.
Speaker:Ja, aber letztendlich,
Speaker:aus meiner Sicht, kommt man nicht drum rum, sich
Speaker:damit zu beschäftigen und wenigstens zu sagen,
Speaker:jawohl, ich habe das gehört und verstanden.
Speaker:Ich sehe dich in deiner Trauer.
Speaker:Ich fühle mit dir. Ich verstehe
Speaker:dich. Ja, und
Speaker:dann kann es natürlich sein, dass man sagt,
Speaker:boah, näher kann ich es nicht an mich ranlassen, wenn es zum
Speaker:Beispiel die Mitarbeiterin mit der Fehlgeburt ist, weil das
Speaker:genau das ist, was ich auch schon viermal erlebt habe.
Speaker:Dass man da dann einfach sagen muss, okay,
Speaker:das geht mir selber zu sehr an die Substanz, aus welchen Gründen
Speaker:auch immer. Und das dann zum
Speaker:Beispiel eine Führungsebene runterdelegiert.
Speaker:Man könnte es auch ans HA delegieren.
Speaker:Aber ich würde auf jeden Fall gucken, dass ich da jemanden sitzen habe,
Speaker:ja, A, der nicht selber diesen Trigger hat
Speaker:und B, der vielleicht auch noch geschult worden
Speaker:ist. Auf jeden Fall. Auf jeden Fall.
Speaker:Also Für mich ist an der Stelle wirklich auch wichtig, erst mal zu sagen,
Speaker:ich sehe dich in deiner Trauer, ich kann dich aber im
Speaker:Augenblick aus den und den Gründen selbst nicht begleiten.
Speaker:Möglicherweise, weil ich selbst schon eine Fehlgeburt gehabt habe oder
Speaker:möglicherweise, weil mein Vater auch vor einem
Speaker:Vierteljahr gestorben ist und ich im Augenblick einfach gucken muss, wie
Speaker:kriege ich es selbst geregelt. Aber ich glaube,
Speaker:reden hilft. Ja,
Speaker:Gut, das ist die eine Möglichkeit, dass ich aus
Speaker:persönlichen Gründen da nicht näher dran kann.
Speaker:Jetzt sag ich mal so, ich als Ingenieur,
Speaker:eigentlich so, ich sag mal quadratisch praktisch gut,
Speaker:alles wunderbar, immer auf SOPs runtergebrochen
Speaker:und so weiter. Gefühle, ja, wir haben ja
Speaker:andere, ne? Oh, yeah, yeah, yeah.
Speaker:Wenn dann jetzt jemand von mir Gefühle will, kann ich
Speaker:das? Kommt das gut? Wie kommt
Speaker:das, auch dieser Zweifel jetzt, wie komme
Speaker:ich in meiner Person als
Speaker:Unternehmer, als Sebek-Boss, als großer
Speaker:Chef an, wenn ich da ja im
Speaker:Prinzip mich selber verwundbar zeige. Oder
Speaker:als so großer Rumpel,
Speaker:Das haben wir auch schon so oft erlebt.
Speaker:Da ist es wirklich besser, jemanden zu fragen, der da oder
Speaker:weiterzureichen.
Speaker:Ich denke, weiterreichen ist gut. Auf
Speaker:der anderen Seite vom Pferd gefallen ist ja auch nicht gerettet, besamtlicherweise.
Speaker:Und natürlich, ich kann auch als Geschäftsführer jetzt nicht anfangen
Speaker:und mitheulen. Auf gar keinen Fall. Denn da ist ja der
Speaker:berühmte Satz, wenn ich aus der Rolle falle, rolle
Speaker:ich direkt in die Falle rein. Dann bin ich ja nicht mehr
Speaker:Führungskraft, oder dann bin ich nicht mehr der Chef, wenn ich da
Speaker:jetzt nebendran mitheule wie ein Schlosshund.
Speaker:Ja, aber was ist die Lösung? Wirklich zu sagen oder zu
Speaker:zeigen, Mensch, ich höre dir zu. Ja. Ich
Speaker:habe verstanden, was du mir sagst. Ich
Speaker:fühle mit dir. Mhm. Es tut mir
Speaker:sehr, sehr leid. Gibt es eine Möglichkeit,
Speaker:wie ich dich jetzt unterstützen kann?
Speaker:Ansonsten würde ich gerne
Speaker:abgeben. An wen auch immer.
Speaker:Wie gesagt, jemanden der empathisch ist,
Speaker:der geschult ist, der weiß wie er mit dem Thema
Speaker:umgehen kann. Das wäre meine Lösung dafür.
Speaker:Ja, ich denke, wichtig ist an dieser Stelle oder
Speaker:gut wäre es an dieser Stelle, wenn einfach auch die eigenen Führungskräfte
Speaker:auf so eine Situation auch schon mal vorbereitet sind. Wenn
Speaker:sie da einfach auch selbst
Speaker:Handlungsmöglichkeiten haben und sehen können. Handlungsmöglichkeiten haben und sehen können.
Speaker:Das ist eine ganz wichtige Sache. Ich sage mal,
Speaker:ich habe bisher auch selten erlebt, dass es gleich nach ganz
Speaker:oben eskaliert wird, so etwas. Ich denke, dass die
Speaker:nähere Führungskraft, also der nächste
Speaker:Ansprechpartner normalerweise ist. Ganz klar. Also in
Speaker:letzter Konsequenz, in der ersten Begegnung
Speaker:mit der direkten Führungskraft, In den ersten Minuten
Speaker:entscheidet sich, wie geht es für mich
Speaker:als Trauernder in diesem Unternehmen weiter. Wenn die Führungskraft
Speaker:mich sieht, auch signalisiert, sie unterstützt
Speaker:mich und zumindest die wichtigsten Sachen richtig
Speaker:macht, dann habe ich eine gute Chance,
Speaker:dass ich wirklich auch an
Speaker:meinem Arbeitsplatz einen Punkt habe, wo ich
Speaker:vielleicht auch mal im Moment frei von Trauer sein kann, auf der einen Seite,
Speaker:und zum anderen aber auch, wo ich meine Trauer leben
Speaker:kann. Klingt erstmal wie ein Widerspruch,
Speaker:aber Zu Hause fällt mir vielleicht die Decke auf den Kopf, dann ist es
Speaker:gut, wenn ich hier bin. Aber ich kann in dem Moment so
Speaker:sein, wie ich bin. Ich habe die
Speaker:psychologische Sicherheit vom Unternehmen aus,
Speaker:werde gestützt und gehalten. Und
Speaker:das ist eine Episode. Das ist eine
Speaker:Situation, die in ihrer schärfsten Variante
Speaker:eine gewisse Zeit dauert. Aber je mehr
Speaker:ich, je schneller ich da im Endeffekt auch
Speaker:in meine eigene Trauer, in meine eigene Transformation hineinkomme,
Speaker:desto schneller kann ich auch sagen, wer bin ich
Speaker:ohne dich und dementsprechend die
Speaker:Trauer in ihrer einschränkenden
Speaker:Variante hinter mir lassen kann.
Speaker:Ja, deshalb also nochmal aufs Thema zurück, wenn
Speaker:ich als Geschäftsführung oder als Führungskraft mit
Speaker:dem Thema nicht umgehen kann.
Speaker:Das ereilt mich umso schneller, als ich auch nicht
Speaker:vorbereitet bin. Deshalb würde ich noch mal einen ganz
Speaker:großen Punkt jetzt darauf legen wollen, Stefan,
Speaker:dass man sich vorbereitet. Ja. Als
Speaker:Führungskraft und als Geschäftsführung, dass ich mir
Speaker:im Vorfeld Gedanken mache, Was kann ich denn
Speaker:einer schwangeren Mitarbeiterin sagen, die
Speaker:gerade Tränen überströmt vor mir steht und sagt,
Speaker:ja, ich hatte am Wochenende eine
Speaker:Fehlgeburt. Da fallen einem ja
Speaker:mitunter mal ganz verkehrte Sachen ein. Ja, und dann gleich sind da
Speaker:die Gesichtszüge. Ja, ja, ich weiß. Wo man
Speaker:einfach nur noch sagen kann, boah, hättest du mal vorher drüber
Speaker:nachgedacht, was du da sagst. Oder auch,
Speaker:was kann ich dann machen? Was kann ich anbieten? Ich meine,
Speaker:jetzt haben wir nach Fehlgeburten, aber erst nach, ich
Speaker:glaube, der 13. Woche ist es jetzt, was ist,
Speaker:wenn es in der 12. Passiert? Kann ich ihr dann einfach
Speaker:anbieten, Mensch, auch
Speaker:ohne gelben Schein, bleib ein paar Tage zu Hause, wenn es dir gut
Speaker:tut. Das muss aber vorher mal überdacht worden sein,
Speaker:besprochen worden sein mit der Geschäftsführung, mit der
Speaker:obersten Heeresleitung, wie auch immer.
Speaker:Was darf ich anbieten? Was kann ich machen?
Speaker:Kann ich anbieten? Pass auf, wenn du kommen möchtest, ist
Speaker:das prima. Aber in der Zeit, wo du dich
Speaker:organisatorisch Beerdigung etc. Kümmern musst,
Speaker:das ist okay, wenn du das tagsüber machst, weil abends haben die Behörden
Speaker:oder was auch immer Versicherungen zu. Also
Speaker:einfach Verständnis entgegenbringen, aber das sollte man vorher besprochen
Speaker:haben. Und da empfehle ich nochmal ganz, ganz, ganz
Speaker:ausdrücklich den Trauermanager zu bearbeiten.
Speaker:Ganz klar. Wie heißt dieser
Speaker:schöne Satz? Wer es nicht schafft, sich vorzubereiten,
Speaker:muss vorbereitet sein, es nicht zu schaffen. Das ist ein Satz,
Speaker:den ich früher von meiner Oma gekriegt habe. Bei der Vorbereitung
Speaker:auf Klassenarbeiten. Genau. Ja.
Speaker:Und in letzter Konsequenz ist das auch eine Klassenarbeit, ja? Und dann heißt
Speaker:das auch Sätzen 6. Ja, nur unangekündigt meistens,
Speaker:ne? Die gab's auch, ja.
Speaker:Genau, deshalb, also meine Empfehlung,
Speaker:wirklich im Vorfeld schon gucken, was
Speaker:kann auf mich zukommen, wie kann ich reagieren,
Speaker:dass ich in dem Moment, wo dann die unangekündigte
Speaker:Klassenarbeit da plötzlich bei mir vor dem Schreibtisch steht. Ich
Speaker:sagen kann, ah ja, kommen wir alles bekannt vor, da war
Speaker:was, also was hatten wir da gesagt, das, das, das, das,
Speaker:das. So ist mein Ablauf, So ist der Standard, den wir mal
Speaker:hier festgelegt haben und kann da auch viel
Speaker:entspannter durchgehen. Besonders, wie
Speaker:gesagt, wenn ich mich mental schon mal mit dem Thema befasst
Speaker:habe und auch mir klar darüber bin, Wenn ich mich damit
Speaker:befasse, bin ich nicht der Nächste. Ganz klar.
Speaker:Ich denke, eines sollten wir an der Stelle noch mal mitbedenken. Was
Speaker:viele überhaupt nicht im Blick haben, ist das, ich nenne es
Speaker:gerne Offboarding. Wir reden alle über Onboarding. Wie
Speaker:kriegen wir neue Mitarbeiter möglichst glücklich und zufrieden?
Speaker:Nicht nur auf die Payroll, sondern wie kommen sie auch
Speaker:wirklich am ersten Tag an? Aber
Speaker:wie ist es an der anderen Seite? Ich kann mich
Speaker:erinnern, da hat mich eine Firmenchefin angerufen,
Speaker:ein Mitarbeiter, ein wichtiger Mitarbeiter sogar. Langjährig.
Speaker:Langjährig, ja. Sehr lange. Ist verstorben
Speaker:Und ja. Ja, ganz plötzlich und unerwartet.
Speaker:Noch. Alle waren geschockt, ja. Vor der Zeit, wo man es
Speaker:nicht erwartet hätte. Ja. Niemand.
Speaker:Ja gut, wie gesagt, normalerweise sagt man ja heutzutage 75,
Speaker:80, 85. Nein. Aber allein wenn ich von
Speaker:Chefin rede, weiß ich, der ist noch auf der Payroll. Ja, das
Speaker:heißt also, der ist noch unter der 65. In der Tat, er
Speaker:war 41. Ja. Und dann ist es in dem
Speaker:Moment auch wichtig, wie verabschiede ich
Speaker:jemanden aus dem Unternehmen, zum Beispiel jetzt diesen
Speaker:Mitarbeiter. Und dabei denke ich einerseits an den Mitarbeiter
Speaker:und andererseits an die Kollegen, die ja auch verabschieden
Speaker:müssen. Und ich glaube, da bin ich als
Speaker:Führungskraft und erst recht als Unternehmer
Speaker:gefragt. Ja.
Speaker:Da bin ich als Unternehmer gefragt, ja. Und weißt du was?
Speaker:Das ist so eine Antwort, die spielt auch wieder auf die erste Frage
Speaker:zurück. Verabschieden, auch im
Speaker:Unternehmen, auch wenn einer nicht mehr so kann, wenn er
Speaker:plötzlich gesundheitlich auf eine andere Stelle muss.
Speaker:Also interessant, dass mir das jetzt gerade so in den Kopf kommt. Ich
Speaker:habe es ja ganz häufig, dass bei mir in den Kliniken zum Beispiel
Speaker:Pflegekräfte, OP, also Operationstechnische
Speaker:Assistenten, Anästhesie,
Speaker:Ärzte, wenn sie schwanger werden, nicht mehr
Speaker:in ihrem Bereich arbeiten dürfen
Speaker:und ins Backoffice verfrachtet werden.
Speaker:Also auch eine ganz heftige Sache für viele von denen. Aber hallo!
Speaker:Auch eine Trauersituation, ja. Und auch für den Rest
Speaker:des Teams, weil die Kollegin, die war
Speaker:was. Die hatte eine Rolle in dem
Speaker:Team. Also auch da würdiges
Speaker:Verabschieden vielleicht nur für eine Frist.
Speaker:Ja, aber wir sind zwar jetzt kurz vor der
Speaker:Fastnacht. Da heißt es ja immer, alles hat am Ende nur die
Speaker:Wurst, hat zwei. Aber ich denke, an dieser Stelle trifft das
Speaker:genauso zu. Es
Speaker:braucht einen Anfang, möglicherweise ein
Speaker:Anfangsritual. Auch da haben wir überall eine
Speaker:Begrüßung und wir brauchen eine Verabschiedung. Und wer nicht verabschiedet
Speaker:ist, der ist noch da. Der spukt im Zweifelsfall weiter im
Speaker:Unternehmen rum. Aber hallo, da hatte ich ja
Speaker:eine interessante Podcastaufnahme mit der
Speaker:Sabine Mrazek, die leider relativ bald nach der
Speaker:Podcastaufnahme selbst verstorben ist.
Speaker:Und die sagte im Endeffekt auch,
Speaker:Manchmal, wenn sie merkt, hier läuft was im
Speaker:Unternehmen, die Tradition in dieser Abteilung, dann guckt sie genau
Speaker:nach den Sachen, die nicht richtig aufgelöst worden sind, die
Speaker:nicht richtig verabschiedet worden sind. Und In aller
Speaker:Regel wird sie in diesem Moment fündig und wenn sie dann
Speaker:diese Situation helfen kann zu verabschieden, dann
Speaker:hört auch der Spuk auf.
Speaker:Interessanter Punkt auf jeden Fall. Wenn ich so in meine tägliche
Speaker:Praxis gucke, ja, erhältst du
Speaker:alles, nur kein Veto von mir. Mhm.
Speaker:Wie gesagt, für manche ist es erst mal spooky, das gebe ich ganz offen zu.
Speaker:Aber die Erfahrung sagt was
Speaker:anderes. Letztendlich, ob spooky oder nicht, das ist mir wurscht.
Speaker:Hauptsache es bringt uns dem Ziel näher. Und
Speaker:du hast ja recht, es gibt ein Eingangsritual,
Speaker:das Onboarding. Das zelebrieren ja
Speaker:manche Firmen wirklich wie nur was. Und das Offboarding
Speaker:ist maximal eine Checkliste, was derjenige noch zurückzugeben
Speaker:hat. Also ich habe mich immer gefreut, wenn ich dann
Speaker:auch noch von den Kollegen wenigstens mal so eine Rundmeldung
Speaker:gekriegt habe, so frei nach dem Motto, wenn ihr mich vermissen
Speaker:solltet, ich bin nicht mehr da, habt mich verändert, wie auch
Speaker:immer, dass man das wenigstens wusste und noch schöner wäre es,
Speaker:wenn es auch wirklich von oben noch mal eine Würdigung gäbe.
Speaker:Ja, das ist das eine. Und das andere ist natürlich, wenn jemand
Speaker:verstorben ist und dann die persönlichen,
Speaker:ich sag mal, Habseligkeiten in der Kiste übergeben werden, so
Speaker:nach dem Motto und gab sie mit den lieben Worten, da! Wieso? Da
Speaker:konnte man doch das Spind direkt in die Rundablage in den Papier. Ja,
Speaker:genau. Ja, das haben wir doch gehabt. Und
Speaker:das und das spricht sich rum. Und dann brauchen wir über Recruiting
Speaker:nicht mehr zu reden und über Branding. Aber
Speaker:das ist vielen noch nicht bewusst. Ja, also wie
Speaker:gesagt, wir sollten darauf gucken, dass wir
Speaker:den Trauer von Anfang bis Ende managen,
Speaker:aber auch schon im Vorfeld im Prinzip den Trauer genauso
Speaker:managen wie alles andere im Voraus
Speaker:und ja im Prinzip einen guten runden Abschluss
Speaker:für eine Transformation bieten. Genau.
Speaker:Gut, die nächste Frage, das
Speaker:schließt jetzt wirklich wieder wunderbar an. Für wen ist
Speaker:der Trauermanager und wo liegen die Vorteile?
Speaker:Mein Satz von eben, wer es nicht
Speaker:schafft sich vorzubereiten, muss sich vorbereiten es nicht zu schütten.
Speaker:Ja, in der Tat. Aber mal ganz im
Speaker:Ernst. Braucht eine Firma
Speaker:mit, ich denke dann mal so an meine ein bisschen
Speaker:größeren Arztpraxen, so mit was weiß ich, 10, 15
Speaker:Mitarbeitern, brauchen die das? Ich würde es
Speaker:mal so sagen, in dem Moment, wo die Geschäftsleitung
Speaker:noch weiß, wie der Hund zu Hause heißt.
Speaker:Du meinst nicht seinen eigenen? Nein, nicht den eigenen, aber
Speaker:wo man einfach wirklich mit den Mitarbeitern in gutem
Speaker:Kontakt ist. Ich glaube, das ist dann
Speaker:weniger thematisch. Ich glaube, da braucht man das nicht unbedingt.
Speaker:Aber wenn wir mal ab 50 Mitarbeiter aufweisrechnen,
Speaker:80 Mitarbeiter, zumal
Speaker:dann hat man Führungskräfte. Exakt. Und Führungskräfte,
Speaker:viele sind ja erstmal geschockt, jetzt müssen sie reagieren und ich weiß nicht
Speaker:wie. Und dann haut es einen raus. Siehst du,
Speaker:und das wäre mein Punkt gewesen. In dem
Speaker:Moment, wo ich wirklich Führungskräfte
Speaker:habe, wo ich Führung abgegeben habe als
Speaker:Unternehmer, da finde ich es spannend. Ab welcher
Speaker:Mitarbeiterzahl das dann im Einzelnen ist, sei dahingestellt.
Speaker:Aber spätestens, wenn ich
Speaker:ja im Prinzip solche
Speaker:Themen komplett Führungskräften
Speaker:überlassen muss, ist es wichtig, dass ich im Vorfeld
Speaker:festgelegt habe, ja, was können,
Speaker:dürfen, müssen die machen? Ja, was ist in meinem Interesse?
Speaker:Ja, ja, ganz klar. Und da ist es einfach
Speaker:wichtig, wirklich zu sagen, Das und das gilt in
Speaker:unserem Unternehmen. Das und das ist der Ablauf.
Speaker:Das und das sind die wichtigen Steine, auf die solltest du
Speaker:auf jeden Fall bauen. Oder achten und drüber
Speaker:steigen. Oder achten und drüber steigen. Also beispielsweise,
Speaker:wenn ich einfach so die manchen Personaler höre, die sagen, ja,
Speaker:ja, wir haben von jedem Mitarbeiter, haben wir die Telefonnummer. Daraufhin habe
Speaker:ich gesagt, ja, als er ihn eingestellt hat, als er Azubi war, aber das war
Speaker:vor 35 Jahren. Ja, das ist so die eine
Speaker:Geschichte.
Speaker:Ja, das ist das eine.
Speaker:Das andere ist es nochmal,
Speaker:dass man von mir aus
Speaker:auch die Telefonnummern hat, aber vielleicht nicht mehr
Speaker:so nah am Mitarbeiter dran ist. Also
Speaker:ich habe einen Kunden, Wie gesagt, diese besagte etwas
Speaker:größere Arztpraxis. Aber der
Speaker:Chef da selber, der wusste von seiner Erstkraft,
Speaker:dass die gerade so richtig privat den Spagat hat. Sie musste ihre Mutter
Speaker:pflegen, die dann nach schwerer Krankheit,
Speaker:langer Krankheit, schwerer Krankheit verstorben ist.
Speaker:Sie war am Trauern und hat ihm das so mitgeteilt
Speaker:und er hat empathisch nachgefragt und auch
Speaker:nach der Beerdigung gefragt und ich kann dir nur eins
Speaker:sagen, diese Frau wird bei ihm nie freiwillig kündigen,
Speaker:denn er ist zur Beerdigung gekommen. Er stand in
Speaker:der letzten Reihe, aber sie hat gesehen, er war da.
Speaker:Und selbst wenn sie es nicht gesehen hätte, es gibt ja das Kondolenzbuch
Speaker:und da ist der Name drin. Ja, also
Speaker:mehr Verbindung zu seinem
Speaker:Mitarbeiter, in dem Fall sogar zu seiner Führungskraft,
Speaker:ist nicht möglich. Also eine ganz,
Speaker:ganz tolle Möglichkeit, auch
Speaker:Mitarbeiter zu binden, Präsenz zu zeigen, zu zeigen, du bist
Speaker:nicht nur eine Nummer, du bist mir wichtig. Auch
Speaker:über die Arbeit hinaus. Auch wenn das so, ich sag mal,
Speaker:hintenrum ja auch diesen Effekt hat.
Speaker:Ja, wenn es ihr gut geht, nur dann
Speaker:kann sie gute Arbeit leisten und ihr geht es aber auch nur gut.
Speaker:Oder ja, also es ist im Prinzip die Katze, die sich
Speaker:da immer in den Spanz beißt.
Speaker:Ihr kanns nur gut gehen, wenn es der Firma gut geht, aber der Firma geht
Speaker:es auch nur gut, wenn es ihr gut geht. Und da muss man einfach gucken,
Speaker:wie kriege ich das hin, dass die Mitarbeiter zufrieden
Speaker:sind, sich identifizieren und da
Speaker:als Führungskraft sich im Vorfeld nochmal
Speaker:auf alles vorzubereiten, souverän reagieren zu
Speaker:können, das ist doch was. Das leistet
Speaker:der Dauermanager und das sind auch alle Sachen, wenn
Speaker:ich einfach denke, es ist ein Unternehmen vielleicht auch mit 200 oder
Speaker:300 Mitarbeitern, da gibt es von vornherein
Speaker:Möglichkeiten, die sind dort verschriftlicht. Was kann ich als
Speaker:Führungskraft meinen Mitarbeitern anbieten, ohne darüber
Speaker:nachzudenken, ohne irgendjemanden zu fragen, sondern
Speaker:für diesen Sonderfall darf ich sofort sagen, hier komm.
Speaker:So sieht es aus. Und ich denke, das
Speaker:leistet der Trauermanager. Und
Speaker:das sind aber gleichzeitig auch die Punkte, die
Speaker:die Mitarbeiter unterstützen, wo sie wirklich merken,
Speaker:hier steht einer hinter mir, hier macht einer was für mich, hier bringt
Speaker:einer wirklich sein Know-how und ich sage auch mal
Speaker:Ressourcen ein. Und ich glaube, da liegt
Speaker:das Entscheidende und da, das leistet der Trauermanager.
Speaker:Spannend finde ich auch nochmal den Ansatz, was leistet
Speaker:denn der Trauermanager nicht mehr?
Speaker:Ja, was würdest du an
Speaker:der Stelle suchen? Ganz
Speaker:klar, vorhin kam schon die
Speaker:Frage, was ist denn, wenn ich als Geschäftsführer
Speaker:das nicht hinkriege, kann ich das abgeben?
Speaker:Und da haben wir ja schon gesagt, Mensch, ja, kann man abgeben an
Speaker:empathische Kollegen, Führungskräfte,
Speaker:HR, die aber geschult werden müssen. Und das ist ganz
Speaker:klar, wenn da solche Leute, ich sage mal,
Speaker:vom Schlag krasser Ingenieurzahlen
Speaker:Mensch kommen,
Speaker:vielleicht nicht so die beste Wahl. Aber
Speaker:selbst die kann man schulen, wenn sie es
Speaker:nicht so von sich intrinsisch hinkriegen,
Speaker:mitbringen, aus der Erfahrung, aus dem privaten
Speaker:Bereich, die können geschult werden. Und ich sage mal ganz klar,
Speaker:da hört nämlich das doch der Trauermanager auf, wenn
Speaker:ich danach nur Holzblöcke
Speaker:sitzen habe. Das ist jetzt nicht abwertend
Speaker:gemeint, sondern es ist einfach eine Struktur,
Speaker:die Leute mitbringen, die ich selber in
Speaker:gewisser Weise mitbringe. Aber da kann
Speaker:man dran arbeiten. Da kann man die Leute, die
Speaker:können geschult werden. Ja, also dazu bieten
Speaker:wir ja auch an, einmal im Monat eine Mentoring-Gruppe.
Speaker:Ja, und darüber hinaus für diese Gruppe
Speaker:von Holzblöcken wie mich,
Speaker:ja, direkte Schulungen, wie gehe ich damit
Speaker:Workshops, direkt im Unternehmen, was haben wir denn da
Speaker:für Holzblöcke sitzen? Wie können wir mit denen
Speaker:umgehen? Und ganz im Ernst, ich weiß das, ich bin selbst so
Speaker:einer.
Speaker:Und ich weiß, wie man mit diesen Leuten spricht
Speaker:und sie auftaut. Wie man sie in die Richtung
Speaker:bewegt, Dass sie sich selbst bewegen, dass
Speaker:sie selbst dahin kommen und das Thema,
Speaker:ja, ich will jetzt nicht sagen sexy finden, aber
Speaker:sagen, jo, das kriege ich hin. Absolut
Speaker:und Wie gesagt, die Handlungsleitfäden, die kann man
Speaker:abarbeiten. Das ist das eine. Und das andere ist, ich
Speaker:weiß nicht, sagt dir der Name Red Dare noch etwas? Natürlich!
Speaker:Ich erinnere mich, Irak, die Ölquellen, die Brüder. Genau,
Speaker:Genau. Und da muss man natürlich ganz klar
Speaker:sagen, in dem Moment können wir einfach auch sagen, hier
Speaker:Leute, wir haben die Möglichkeit, ihr
Speaker:ruft uns an und wir unterstützen euch
Speaker:dann. Und dann finden wir auf jeden Fall eine Lösung.
Speaker:Ja, das wäre die letzte Möglichkeit. Aber
Speaker:die gibt es. Also wie gesagt, erste Möglichkeit, du
Speaker:kennst deine Leute so gut, dass du und bist so nah
Speaker:dran, dass du es nicht brauchst. Die zweite Möglichkeit, Trauermanager.
Speaker:Von A bis Z sich wenigstens mal gedanklich
Speaker:und auf dem Papier vorzubereiten. Bei den
Speaker:Holzblöcken wie mir. Eine Schulung, wo muss
Speaker:ich darauf achten? Was kann ich da tun? Rollenspiele,
Speaker:Workshops. Ja, so.
Speaker:Ja, und das Letzte. Genau.
Speaker:Die absolute, Ja, das rote Telefon
Speaker:bei uns. Das rote
Speaker:Telefon, genau. Ja, damit
Speaker:haben wir erst mal drei der wichtigen Fragen
Speaker:mitgebracht. Hat auch Stefan gefragt,
Speaker:wie seid ihr zu dem Thema gekommen? Trauermanagement.
Speaker:Und außerdem, seid ihr privat eher traurig?
Speaker:Ich glaube, mehr muss man gar nicht sagen. Oder wie geht ihr mit
Speaker:Trauer für euch? Also,
Speaker:fangen wir hinten an. Seid ihr eher traurig?
Speaker:Nö. Also, ganz im Gegenteil. Also, wie gesagt, ich
Speaker:bin ja in diesem sexy Thema Arbeitsschutz unterwegs. Also, das ist
Speaker:fast genauso sexy wie Trauer.
Speaker:Und Schule da ab und an mal für eine Berufsgenossenschaft
Speaker:als Akzent zum Beispiel Sicherheitsbeauftragte.
Speaker:Und es gab in der Tat schon Kurse und nicht nur einen, die
Speaker:gesagt haben, boah, das war so klasse, eigentlich hätten wir nochmal
Speaker:extra Eintritt hier bezahlen müssen. Es war viel
Speaker:zu lustig. Wir hatten so viel Spaß.
Speaker:Arbeitsschutz ist ja eigentlich ein ernstes Thema und genauso ist das mit
Speaker:Trauer auch. Ganz im Ernst,
Speaker:es ist ein sehr ernstes Thema. Es ist ein super
Speaker:wichtiges Thema. Aber wenn man
Speaker:da nicht, was sagte meine Oma früher immer, Spaß muss sein auf der
Speaker:Beerdigung, sonst geht keiner mehr hin.
Speaker:Also man muss es auch mit einem
Speaker:Lächeln sehen und dieser Bierernst,
Speaker:dieses, warte mal, da gab es so ein
Speaker:schönes Wort, jetzt habe ich wieder meine Wortfindungsstörung, dieses Friedhöfliche.
Speaker:Nein, nein, überhaupt nicht. Und das bringt uns ja
Speaker:auch nicht weiter und nicht nach vorne. Ja,
Speaker:absolut nicht. Absolut nicht. Ja, also wie ich
Speaker:sagte, wir gehen zum Lachen nicht in den Keller. Keine Angst.
Speaker:Absolut gar nicht. Ja,
Speaker:aber ganz im Ernst, wenn man sich mit dem Thema beschäftigt hat,
Speaker:kann man auch befreiter wieder lachen, weil
Speaker:vieles geklärt ist, weil man sich über vieles
Speaker:nicht mehr Gedanken machen muss. Ich sag mal, die Leichen, die so
Speaker:im Keller liegen, so auf der To-Do-List und was
Speaker:ist, wenn, wenn ich da einfach einen Haken hinterher machen kann,
Speaker:dann ist das weg. Ja, da lebe ich leichter.
Speaker:Dann habe ich das gelöst im Vorfeld und insofern
Speaker:also zu dem ja zu dem Thema gekommen, Stefan.
Speaker:Eines noch von eben. Ich habe ja nun als
Speaker:Gemeindepfarrer viele Menschen auf den letzten Metern des Lebens
Speaker:begleitet. Und es ist ganz klar, wer vorher seine
Speaker:Leichen im Keller schon beerdigt hat, der hat
Speaker:ein leichteres Leben und der kann nachher auch leichter
Speaker:gehen. Also insofern, ja,
Speaker:also für uns ist das ein Thema, Trauer gehört zum Leben dazu.
Speaker:Und in dem Moment, wo ich gut damit umgehen kann, kann ich auch gut leben.
Speaker:Aber wie gesagt, wie sind wir zu dem Thema gekommen?
Speaker:Ja, Ich bin ja nun
Speaker:zum Ingenieurbüro dazugekommen, wie, ich sag mal, die Jungfrau zum
Speaker:Kind, wenn man es so schön sagen kann.
Speaker:Und dann kam auf einmal der Punkt, In diesem
Speaker:Ingenieurbüro arbeitet ein Facher im Ruhestand, mit der auch
Speaker:Fachkraft für Arbeitssicherheit ist. Und jetzt haben wir die
Speaker:Situation, dass unsere Führungskräfte nicht wissen, was sie sagen sollen bei Blauer.
Speaker:Ja, stopp. Dazu sollte man doch sagen,
Speaker:dass du derjenige bist, der hier im Büro
Speaker:verantwortlich ist für das, wovor wir
Speaker:alle fürchterlichen Bammel haben und das ganz
Speaker:passend wie, ja, ich sag mal der Teufel das Weihwasser, das ist nämlich die
Speaker:Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen.
Speaker:Und diese psychischen Belastungen, ja im weitesten Sinne, gehört auch
Speaker:die Trauer dazu. Ganz klar. Ja.
Speaker:Ja, und wie gesagt, da sind wir immer mehr
Speaker:gefragt worden und wir haben gesehen, es waren immer
Speaker:vergleichbare Fragen und daraufhin haben wir natürlich
Speaker:gesagt, wo gibt es das sonst noch? Das gibt es im
Speaker:Brandschutz. Ja, in der Tat.
Speaker:Und da ist es doch ganz genauso. Das Feuer fragt auch nicht zuerst in der
Speaker:Geschäftsleitung nach, ob es kommen darf. Sondern das kommt
Speaker:einfach. Und dann haben wir gesagt, Mensch, warum
Speaker:fassen wir das nicht alles zusammen, entwickeln
Speaker:Leitfäden für Traueranlässe, für Führungskräfte, wo die
Speaker:Geschäftsleitung von vornherein schon sagt, Mensch, das
Speaker:und das sind die Punkte und wir
Speaker:wiederum verbinden die so, dass es den Unternehmen
Speaker:und den Mitarbeitern damit gut geht. Und so sind wir einfach zu diesem Thema
Speaker:gekommen. Genau.
Speaker:Ja, dann haben wir noch zwei
Speaker:Fragen.
Speaker:Ja, welches war für euch die intensivste,
Speaker:oder welches waren, was? Welches war für euch die intensivste Folge?
Speaker:Was ist euer Learning nach 100 Folgen
Speaker:jeweils in zwei Sätzen? Oha! Oh ja!
Speaker:Stefan, was war für dich die intensivste Folge? Ich habe sie ja alle gehört,
Speaker:aber du bist da ja noch viel näher dran.
Speaker:Was hat dich da so? Also Ich
Speaker:muss sagen, ich kann zwar die Frage nachvollziehen,
Speaker:aber ich will gar nicht sagen, was für mich die intensivste
Speaker:Folge war. Für mich war sicherlich
Speaker:eine ganz intensive Folge damals mit
Speaker:Georg Augustin, wo ich da wirklich im
Speaker:Unternehmen drin war, was ein Mitarbeiter in den Tag bekommen
Speaker:hat und das Unternehmen und die Kollegen einfach nicht
Speaker:wussten, was sie tun sollten. Darüber haben wir gesprochen.
Speaker:Oder auch mit Stefan Bichert.
Speaker:Corenta, sieben Mitarbeiter auf einmal bei einem
Speaker:schweren Arbeitsunfall tödlich verunglückt.
Speaker:Das hat mich ziemlich genauso, aber auch
Speaker:die Totgeburt des Kindes von
Speaker:Aaron Kübler, das hat mich auch, also ich will das gar
Speaker:nicht als Gegeneinander aufwägen. Weißt du, was mir noch so richtig
Speaker:im Hinterkopf geblieben ist, wo ich gar nicht so dran gedacht
Speaker:habe, dass Männertrauer anders ist? Martin
Speaker:Kreuz. Also da bin ich wirklich. Das war
Speaker:für mich so ein Aha-Erlebnis,
Speaker:dass Männer anders ticken. Das war mir
Speaker:vorher gar nicht so bewusst. Wahrscheinlich, ja, ich sag mal,
Speaker:Frau im Ingenieurberuf ist ja sowieso schon so ein bisschen
Speaker:weird. Also die ticken ja sowieso. Aber dass das
Speaker:wirklich so viel anders ist, da muss ich dann auch sagen, da bin
Speaker:ich doch ganz frau. Das
Speaker:hat mich beeindruckt.
Speaker:Die das auch überhaupt nicht auf dem Schirm haben. Ja.
Speaker:Und ja, klar. Also was mich allerdings auch nochmal
Speaker:sehr, auch an meine frühere Tätigkeit
Speaker:erinnert hat und Was mir einfach sehr, sehr wichtig war, das war
Speaker:damals das Gespräch mit Uwe Unger.
Speaker:Uwe Unger ist der Mensch, den wir
Speaker:privat gut kennen bei der guter Versicherung.
Speaker:Und Als Gemeindefacher habe ich es häufig mitgekriegt
Speaker:nach dem Motto, jetzt ist unser Vater,
Speaker:der hier der Hauptverdiener ist, gestorben.
Speaker:Herr Facher, wissen Sie irgendwo eine Wohnung, wo wir hier
Speaker:am Ort bleiben können, dass die Kinder in der Grundschule bleiben können, die billiger ist
Speaker:als das, was wir im Moment haben. Und ich
Speaker:wusste aus einer anderen Situation, dass die Gotar
Speaker:eine Versicherung hat, wo sie im Endeffekt nach einer bösen
Speaker:Diagnose oder eben auch nach einem Todesfall
Speaker:innerhalb von einer Woche bis zu 50.000 Euro bezahlen.
Speaker:Und dass man das versichern kann ohne Gesundheitsprüfung.
Speaker:Und Firmenversichern. Firmenversichern, ja, genau. Also
Speaker:Das ist im Endeffekt das Incentive für
Speaker:Unternehmer, die da sagen, Mensch, ich
Speaker:habe hier noch pro Monat einen Betrag
Speaker:von wahrscheinlich die 37 Euro und
Speaker:dafür ist mein Mitarbeiter abgesichert
Speaker:bis 50.000 Euro, egal was passiert.
Speaker:Selbst wenn er den letzten ICE nehmen würde, ist
Speaker:die Familie trotzdem abgesichert. Und das ohne Gesundheitsbrüche
Speaker:ab 20 Mitarbeiter. Für mich war das einfach eine Herzensangelegenheit,
Speaker:weil ich mal die andere Seite gesehen habe, wo die Familien dann getrauert haben
Speaker:und nicht gewusst haben, wie ich als... Ja, nicht nur getrauert, den der Arsch
Speaker:auf Grundeis gegangen. Richtig, genau. Ja, also,
Speaker:ja, absolut. Also ich kann mich noch an einen Fall
Speaker:erinnern, bei mir in meinem Umfeld,
Speaker:wo, so Arbeitsumfeld, wo eine
Speaker:Mitarbeiterin, der Mann, ja, bekanntlich
Speaker:depressive Phasen hatte und plötzlich weg war,
Speaker:nach einer Woche gefunden wurde, mit keinem
Speaker:guten Ausgang. Wo dann aber im Raum stand,
Speaker:dass das Haus futsch ist. Genau das,
Speaker:was du erzählst. Kinder
Speaker:müssen aus ihrem Umfeld raus, Wohnung muss
Speaker:gesucht werden, wenn da nicht der Arbeitgeber im
Speaker:Vorfeld gesagt hat, da kümmern wir uns drum.
Speaker:So was darf unseren Mitarbeitern nicht
Speaker:passieren. Also ich weiß
Speaker:ja an der Stelle nicht mehr viel mehr, ich kann nur sagen, ich ziehe den
Speaker:Hut davor. Ja, absolut. Ich ziehe den Hut davor. Absolut.
Speaker:Genau. Ja, das
Speaker:waren so die wichtigen oder so die Sachen, die uns so
Speaker:richtig relativst beeindruckt haben.
Speaker:Ja, aber jetzt wollten einige von
Speaker:euch sogar auch wissen gleich, was sind denn unsere
Speaker:nächsten Projekte? Das, ja, also
Speaker:wir haben ja eben schon gesagt, 100 weitere Folgen, aber darüber
Speaker:hinaus haben wir natürlich einen ganz tollen Plan.
Speaker:Ja, also das eine ist, das Buch ist noch in der Mache.
Speaker:Das zweite ist, wir sind angeregt worden, zu
Speaker:Thementagen. Und jetzt
Speaker:steht am 24. Juni der Thementag
Speaker:Suizid auf dem Programm. Ein Online-Kongress,
Speaker:erstmalig im Dachraum, sprich Deutschland,
Speaker:Österreich und Schweiz und Liechtenstein zum
Speaker:Thema Suizid. Absolut spannend,
Speaker:weil das eines der Themen ist, wo
Speaker:ich mit meinen Kollegen, mit den Fachkräften für
Speaker:Arbeitssicherheit und Sicherheitsingenieuren, wo ich
Speaker:da einen ganz fetten Respons hatte. Kannst
Speaker:du davon noch ein bisschen was erzählen? Ja, klar.
Speaker:Ich hatte mal das Thema Trauermanagement in
Speaker:einer von meinem Berufsverband
Speaker:VDSI. Also früher hießen wir Verband Deutscher
Speaker:Sicherheitsingenieure, heißt jetzt aber ein bisschen anders. Verband für
Speaker:Sicherheit und Gesundheitsschutz an der Arbeit oder so ähnlich.
Speaker:Aber ich bin noch Old Style.
Speaker:Ja, da hatten wir ein Regionaltreffen
Speaker:mit unter anderem einem, ja, treffen
Speaker:mit unter anderem einem, ja, wie
Speaker:willst du es sagen,
Speaker:so Vortrag von uns.
Speaker:Ja, und ich habe das Thema kurz vorgestellt,
Speaker:Trauermanagement mit der Frage, Mensch, jetzt sind wir hier Sicherheitsfachkräfte,
Speaker:also Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Sicherheitsingenieure.
Speaker:Wieso machen wir das Thema hier überhaupt? Hat denn schon mal jemand
Speaker:von euch erlebt, dass es einen
Speaker:Impact, einen Einfluss von
Speaker:trauernden Mitarbeitern auf ihre Arbeit gegeben
Speaker:hat? Da gingen 80 Prozent der Hände
Speaker:hoch. Und ein paar so super schnell, dass
Speaker:ich mir gedacht habe, boah, jetzt fragst du mal genauer nach.
Speaker:Und die Hände, die so richtig hoch geflogen sind,
Speaker:die eine davon, da sage ich, Mensch, wer möchte denn mal darüber
Speaker:erzählen? Ja, wieder die eine Hand gleich oben. Naja,
Speaker:gut, natürlich muss der gefragt werden. Und dann kam der.
Speaker:Ja, vor 34 Jahren, sieben Monaten,
Speaker:zwei Tagen, drei Stunden und 25 Minuten, da habe ich
Speaker:mit meinem Kollegen noch gefrühstückt und danach ist er hoch
Speaker:aufs Gebäude und von dem elften Stock runter gesprungen. Das
Speaker:hätte ich doch merken müssen. Ja, das ist doch
Speaker:mein direkter Kollege gewesen. Und warum habe ich nicht
Speaker:und kam auch so lange Zeit später
Speaker:nicht darüber hinweg? Ja, den anderen ging es nicht
Speaker:anders. Exakt. Ja, Exakt. Wobei
Speaker:wir wieder beim Trauermanager sind und verabschieden
Speaker:und so weiter. Aber Suizid ist da nochmal ein
Speaker:ganz besonderer Fall. Zumal, wenn er im
Speaker:Betrieb passiert, schlimmer geht's für einen
Speaker:Betrieb nicht. Sag ich jetzt mal so
Speaker:frei raus. Das unterstütze ich sofort. Also
Speaker:das wabert immer noch rum Und wenn man da keinen
Speaker:guten Abschluss findet, dann wird sich das
Speaker:auch in der Bilanz niederschlagen. Ja, ja,
Speaker:also ein befreundeter Steuerberater sagt mir ganz klar,
Speaker:solche Situationen, wenn sie richtig heftig sind, die lese ich dir
Speaker:aus der Bilanz raus.
Speaker:Also deshalb, 24.06. Machen wir den
Speaker:ersten Suizidpräventionstag
Speaker:online für den Dachraum, haben dort
Speaker:bereits sieben Referenten und bald gibt es
Speaker:auch dazu die Anmeldungsmöglichkeit und
Speaker:die Teilnahmemöglichkeit. Ich freue mich jedenfalls
Speaker:total drauf, zumal ich einige von den
Speaker:Referenten persönlich kenne und absolut
Speaker:schätze, also dass wir die gewinnen konnten,
Speaker:das ist ein ganz, ganz großes Glück. Und
Speaker:ja, das wird
Speaker:richtig klasse werden. Das wird der Hammer werden.
Speaker:Da wird nicht nur, ich sag mal, theoretisches BlaBla
Speaker:rüberkommen. Das will ich sowieso nicht. Exakt.
Speaker:Da werden, Ja, da kommen
Speaker:Leute aus der Praxis und die die Praxis auch
Speaker:richtig nah. Online ist es
Speaker:ein bisschen schwieriger, gebe ich zu, aber.
Speaker:Damit man es auch wirklich persönlich schaffen
Speaker:kann, die einem das trotz Online
Speaker:absolut nahe bringen und Lösungen bringen und
Speaker:nicht nur bla bla Theorie interessiert mich
Speaker:nicht, sondern Mensch, Da nehme ich richtig was
Speaker:mit für mich und mein Unternehmen. Ja, im Endeffekt, wenn
Speaker:sich Vortrag wie Supervision anhört.
Speaker:Ja, also das ist zumindest
Speaker:das, wofür wir diesen Online-Kongress
Speaker:planen. Und ich kann jetzt schon sagen, wir werden auch einen
Speaker:Special Guest haben. Also
Speaker:nicht nur einen, der auch einen Suizidversuch überlebt
Speaker:hat, der früher ziemlich hoch in seinem
Speaker:Unternehmen drin war, sondern wir werden
Speaker:auch eine Zauberin haben.
Speaker:Und gemäß unserem Anspruch, das schwere leicht
Speaker:gesagt, kann ich jetzt schon sagen, dass Agnes Altensee
Speaker:uns da doch, ja,
Speaker:den ein oder anderen aufhellenden Gedanken mitgibt.
Speaker:Ja, das glaube ich auch.
Speaker:Ja, jetzt sind wir mit den Fragen am Ende angelangt.
Speaker:Die Folge ist auch wirklich lang geworden, aber
Speaker:nichtsdestotrotz, es ist ja bis zum Ende gehört
Speaker:worden. So schlimm kann es nicht gewesen sein.
Speaker:Und wenn ihr jetzt noch Fragen habt, schickt uns einfach eine
Speaker:Mail an podcast-manager.de
Speaker:und empfehlt gerne diese Folge weiter, teilt
Speaker:diese Folge und, ja, kommt mit
Speaker:uns ins Gespräch. Wir freuen uns auf
Speaker:euch. Aber hallo! Bis dahin!
Speaker:Tschüss! Tschüss! Untertitel von Stephanie Geiges